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General Chaos: Calamity Circus

Zündet nicht so wie erwartet
Wertung: 6/10
Genre: Death'n'Roll
Spielzeit: 32:27
Release: 12.11.2010
Label: Cyclone Empire

General Chaos und sein Kalamitäten-Zirkus: Was wie eine Freakshow erster Güte klingt, ist nichts anderes als die Verschmelzung von fiesem Death Metal und treibendem Rock - Death’n’Roll eben und das Ganze auch noch aus Deutschland. Jetzt muss man sich das so vorstellen: Die beiden ehemaligen Dew-Scented-Gitarristen Hendrik und Flo sorgen mal für dynamisch-partymäßige, mal für düster-bedrohliche Momente, Basser Henrik und Drummer Antek sorgen dafür, dass die Songs gut in Magen und Beine gehen und Sänger Ercument röhrt sich in bester The Cumshots-Manier durch die Songs. Vor allem mit verzerrter Stimme erinnert der Tephra-Sänger stark an den Norweger Max Cargo, seines Zeichens Sänger und Vorzeigeproll der Cumshots, der allerdings noch eine gute Portion brutaler zu Werke geht.

Dass die Jungs von Bands wie Entombed, Slayer oder Motörhead zu ihrem dreckigen Sound inspiriert wurden, kann man schon beim ersten Durchgang hören. Auch ein bisschen alter Pantera-Drive schimmert immer mal wieder durch – eigentlich könnte die Scheibe „Calamity Circus“ auch gut als Soundtrack für einen "Rob Zombie"-Film herhalten, „Haus Der 1000 Leichen“ zum Beispiel. Im Geiste kann man sich schon vorstellen, wie die lustige Psychopathen-Familie zu Stücken wie „Trailer“ Leute abmetzelt.

Dabei ist aber nicht alles Gold, was glänzt, und schon gar nicht eignet sich alles zum Anspieltipp, was derb nach vorne prescht. Zwar holzt das Quintett scheinbar wunderbar kompromisslos durch die Botanik, irgendwie fehlt einem aber nach mehrmaligem Anhören bei einigen Tracks der Biss. Schon beim Opener „Speech“, der wirklich gut knallt und geradezu das Matteschwingen herausfordert, wird man irgendwie das Gefühl nicht los, dass da noch mehr gegangen wäre.

Man könnte sich irren, aber es scheint beinahe so, als wäre nach den ersten vier Songs ein bisschen am Mischpult gespielt worden. „Screen Berets“ weist wesentlich knackigere Gitarren auf, außerdem klingt das Schlagzeug auf einmal irgendwie komplexer – merkwürdig. Endlich gibt es auch melodiösere Licks statt purem Drauflos-Geschredder und das steht dem Song verdammt gut, zumal die beiden Saitenhexer hier eine leicht düster angehauchte Stimmung verbreiten.

„Calamity Circle“ greift dann zu Beginn richtig tief in die Death Metal-Kiste, inklusive unheilverkündender Hintergrund-Gitarre und jeder Menge Snare-Einsatz. Hier passt auch das raue Organ des Tephra-Sängers besser in den Kontext, obwohl man sich auch bei den vorangegangenen Songs über seine stimmlichen Qualitäten absolut nicht beschweren konnte. Unterbrochen von einer Spieluhr-Melodie brechen dann wieder die großartigen Gitarren über den Hörer herein. Schade - ein solcher Track hätte früher kommen müssen. Und vor allem bleibt „Calamity Circle“ einer der wenigen Songs der Platte, bei denen man wirklich aufhorcht: Erst der Rausschmeißer „Black As Disease“ mit seinem Drum-Intro und dem fast schwarzmetallischen Anstrich bildet noch einmal ein letztes Highlight. Ercument klingt verzweifelt-angepisst wie auf keinem der vorherigen Songs, untermalt werden die Vocals von depressiven Gitarren – da kommt fast Suicial-Black-Metal-Stimmung auf - großartig! Zum Glück ist das Stück mit fünfeinhalb Minuten der längste Track der Scheibe, so dass man sich eine Weile an dem grandiosen Zusammenspiel ergötzen kann.

Fazit: Man müsste die Songs live zu hören bekommen, um sich ein besseres Gesamtbild machen zu können, denn auf Platte zünden die meisten Stücke leider nur beim ersten Hören. Nimmt man sich mehr Zeit und hört „Calamity Circus“ drei oder vier Mal hintereinander, bleiben leider nicht mehr viele Tracks im Gedächtnis. Zum Nebenbei-Hören ist sie ganz okay, intensivere Kopfhörersessions etwa kann man sich hier aber eigentlich sparen.

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