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Gender Roles: PRANG

Kann leider nicht durchgehend begeistern
Wertung: 7/10
Genre: Indie Rock
Spielzeit: 37:55
Release: 30.08.2019
Label: Big Scary Monsters

Die Indie Rocker Gender Roles entspringen der scheinbar recht florierenden Brightoner Musikszene und haben nach zwei hierzulande eher weniger beachteten EPs im Sommer ihr Debütalbum mit dem vielsagenden Titel „PRANG“ via Big Scary Monsters veröffentlicht. Sowohl der Titel als auch das sehr kindliche Haus-Cover lassen erst mal ziemlich viele Spekulationen zu über die möglichen Einflüsse und den Sound der Truppe, vorab war ja zumindest der Opener „You Look Like Death“ zum Anhören freigegeben worden, das zwar ganz solide daherkommt, wobei aber schnell klar wird, dass der Track nicht zu den Speerspitzen der Platte gehört.

Deutlich mehr Schwung kommt da schon mit einem Knaller wie „Ickie“ in die Sache, der Song bremst nur marginal und entwickelt sich zu einer richtig schönen Indie-Rock-Nummer, inklusive Ohrwurm-Refrain. Dass die Briten auch ein bisschen an der Nerd-Front kämpfen, zeigt dann (wenn das Cover sie noch nicht verraten hat) einmal mehr „School‘s Out“, das mittlerweile ebenfalls mit einem Video versehen wurde, und schon mit seinem an Super Mario erinnernden Intro unterstreicht, dass Gender Roles sich um Konventionen eher nicht so sehr kümmern. Gleichzeitig verstärkt der Song aber auch die Coming-Of-Age-Mentalität der Scheibe, die immer wieder durchblitzt und leider unterm Strich bedeutet, dass viele Arrangements ein wenig oberflächlich versanden. Vor allem die Vocals fallen oftmals eher handzahm aus, viel mehr Zorn wie zum Ende von „School‘s Out“ hätte man sich da gewünscht und so bleibt am Ende ein etwas flaues Gefühl.

Ein starkes Stück wie „Always“ kann das flaue Gefühl zumindest zeitweise vertreiben, geht mit ordentlich Drive voran und auch die kurzen gemäßigten Phasen haben hier durchaus ihre Daseinsberechtigung und machen den Track zu einem der stärksten der Platte, daran ändert auch die fünfte Umdrehung nichts. „Deep End“ fällt dann mit seinen verzerrten Vocals schon mal positiv aus dem Rahmen, besonders lobend hervorheben muss man hier aber die genialen Drumfills, die man sich auch ohne das Drumherum in Endlosschleife anhören könnte.

Durchgehend schafft es „PRANG“ aber trotz Abräumern wie dem punkig angehauchten „That‘s How You Want It To Be“ nicht, den Hörer auf Linie zu halten. Die Begeisterung für einige starke Songs wird durch andere eher durchschnittliche Stücke ein wenig ausgebremst, was schade ist, da hier hochmotivierte und begeisterungsfähige Musiker am Werk sind. Wer weiß wie der Sound der Brightoner sich noch entwickelt, schließlich stecken Gender Roles ja noch in den Kinderschuhen. Dennoch: Potential hat die Truppe definitiv, vieles mag hier sicherlich auch Geschmackssache sein, trotzdem muss die Band sich für‘s Erste mit soliden sieben Zählern abfinden.

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