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Gas: Neue Zeit

Alles in allem ein feines Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Deutschrock
Spielzeit: 37:59
Release: 14.12.2007
Label: ES&L Entertainment

Zunächst im Jahre 2000 als Trio gegründet, wird die, inzwischen zum Quintett angewachsene, Deutschrock-Kombo Gas aus Cuxhaven nun – 7 Jahre später und nach einigen Besetzungswechseln – ihr neues Album „Neue Zeit“ veröffentlichen.

Der Gesang erinnert auffallend an die lyrischen Umsetzungen der NDW-Formation Extrabreit aus den 80er Jahren, während der instrumentale Part sich am ehesten mit Megaherz oder Riefenstahl vergleichen lässt. So ist die „Neue Zeit“ zwar nicht ganz so neu, doch dafür klingt jeder Song auf der CD anders, sodass keine sich wiederholenden und langweilig werdenden Passagen entstehen: Auf der CD herrscht also beständig „neue Zeit“.

Mit den harten Riffs von „Du Bist Frei“ wird die "neue Zeit" eingeläutet. Ein marschierender Beat bildet das Grundgerüst, auf dem sich der kraftvolle Gesang gut halten kann. Zum Schluss werden noch einige, leider etwas zu leise geratene, Streicher hinzugefügt, was einen extrem guten Kontrast zu den harten Gitarren-Riffs bildet.

Weiter geht es mit „Tränen“ – und damit meine ich nicht, dass der Hörer vor einem schlechten Song Angst haben muss, sondern den gleichnamigen Song:

Etwas ruhiger anfangend, rockt der Refrain, der durch einen schönen Bass-Auftakt in Gang gesetzt wird, unhaltbar nach vorne. Gegen Ende wird das Gitarren-Spiel noch aggressiver, bleibt aber dennoch melodisch – ein schönes Finale.

Der dritte Song „Was Ist Passiert“ überzeugt durch seine atmosphärische Tiefe und die instrumentale Dichte, die sich phänomenal mit dem emotionalen Gesang vereinigt.

Die „Helden“ scheinen eher aus den früheren Dekaden zu stammen, dies tut der Qualität des Songs keinen Abbruch, er passt dennoch gut auf das Album.

Für „Du Bist Nicht Hier“ konnte man Frl. Menke gewinnen, die einige zum Teil - leider nicht so ganz überzeugende - Gesangspassagen übernimmt.

Die letzten beiden Songs „Mein Herz Singt“ und „Gib Mir Mehr“ klingen nicht besonders oder haben auffällige Parts. Für mich ist es lediglich Füllmaterial – der Eindruck entsteht besonders durch die platten Texte und die instrumentale Einförmigkeit. Letzterer Song hat zwar doch eine ganz gelungene Bridge, bei der wieder die Streicher zum Einsatz kommen, aber retten tut es den Song leider nicht.

Alles in allem ein feines Album, dass in der Regel gute Songs aufzuweisen hat, aber leider auch – wenn auch eher wenige – schwächere Passagen hat.

Wer jedoch eine Schwäche für Deutschrock oder Neue Deutsche Härte hat, sollte diese CD nicht missen und wird sicherlich den einen oder anderen Leckerbissen vorfinden!

Fazit: Gas gibt ganz gut Gas!

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