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Garage13: Out Of The Lights

Feierlaune und Melancholie vereint
Wertung: 6/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 30:13
Release: 03.08.2007
Label: Hype Productions

Garage13 stammen aus Finnland, genauer gesagt aus Ähtari und spielen Rock, der gewissen Anleihen aus dem Punk-Genre beinhaltet, der aber in der Schublade des Alternative Rock zu finden ist. Die Band besteht im folgenden aus: Petrol (Gesang und Gitarre), Flanagan (Leadgitarre), Sam (Bass) und last but not least Johnny (Schlagzeug). Und nun, nach den zwei Singles „Tonight“ und „Down“ sowie der EP „Ride Of The Rides“ kommt es, das erste Full Length-Album als Debut namens „Out Of The Lights“. Schön ist, dass die Mucke trotz ihrer Anleihen aus der Punk-Ecke nicht allaufgedreht-rotzig rüber kommt. Nein, sie kommt vielmehr rüber als grundehrliche Musik, ohne Spirenzchen oder aufreizend provozierender Attitüden.

Das „Intro“ beginnt mit einer akustischen Gitarre und einem schwer atmenden Menschen … mal sehen, was da noch kommt …Und dann geht´s auch schon los mit dem flotten „With Gasoline“. Dieser Song ist auch gleich zu Beginn der Scheibe einer der richtig guten der Finnen. Eine leicht melancholische Note schwingt hier in den Lyrics mit, bringt den Hörer aber gleichzeitig auf die richtige Betriebstemperatur für die folgenden Songs. Guter Einstand.

Das fast auf der gesamten Länge des Songs gleiche Drumming in dem tempomäßig etwas gezügelten „Hit Me Hard“ finde ich stark verbesserungswürdig, was die Variabilität angeht. Ansonsten, von der Melodieführung ist dies ein guter Song. Es folgt das Titelstück „Out Of The Lights“. Hier wird´s wieder etwas flotter. Der ganze Song stotzt nur so vor Energie und wird von einem schönen, aber kurzen Gitarrensolo gekrönt. Nach „With Gasoline“ der zweite Höhepunkt des Albums.

„Payback Time“ ist ein eher langsamerer Song. Der Refrain bleibt einem ganz gut im Ohr hängen. Sehr schöne Gitarrenarbeit im zweiten Teil des Songs. Außer diesem Pluspunkt schleppt sich dieses Stück allerdings bis zu seinem Ende leider etwas hin. „Soon To Be Gone“ rockt, ich kann es nicht anders sagen, wie Sau. Obwohl die Drums, die hier auch wieder wie fast überall auf dem Album klingen, ein wenig auf die Begeisterung drücken.

„Turn Around“ begeistert eingangs mit einer recht netten Melodie, man könnte es als „Easy Rocking“ bezeichnen. Leider geht dieser Song allerdings im weiteren Verlauf ein wenig am Hörer vorbei. Das folgende „Another Revolution“ hat dagegen wieder etwas mehr vom „Rebellen-Blut“ geleckt, denn das Stück geht mehr vorwärts.

„Slow Lane“ ist zwar von den Melodien der Gitarren sehr schön, gefällt mir wirklich gut, aber der Gesang geht mir aus unerfindlichen Gründen einfach nur auf die Nerven. Vielleicht liegt´s daran, dass sich der Gesang in den Strophen ein wenig weinerlich anhört … keine Ahnung, jedenfalls wertet das den ansonsten recht guten Song leider etwas ab. Das letzte Stück der Scheibe „We Fade Away“ kann den Spannungsbogen wieder ein wenig mehr spannen. Den Refrain sollte man bereits nach dem ersten Durchgang mit shouten können. Sehr gut gefallen mir hier wieder die Gitarren, die richtig Laune machen.

Die Produktion klingt leider ein bisschen dünn auf der Brust, hier hätte zumindest ich mir persönlich etwas mehr Druck gewünscht. Und der Gesang scheint ein bisschen zu weit in den Hintergrund geregelt worden zu sein. Man könnte auch etwas an den Drums arbeiten, denn obgleich diese Scheibe nur 30 Minütchen lang ist, fällt schon bald auf, dass dort nicht viel Abwechslung geboten wird. Des weiteren beläuft sich die Runningtime auf gerade mal ein halbes Stündchen. Das ist ein bisschen wenig für eine Full Length-Scheibe, auch wenn das gebotene Material recht gut ist.

Fazit: Ein Album, das zwar einerseits Feierlaune zum Rocken in sich birgt, doch auf der anderen Seite eine leicht melancholische Note nicht von der Hand weisen kann. Für´s nächste Album erhoffe ich mir aber unbedingte Besserung, was die angesprochenen Kritikpunkte angeht.

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