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Gamma Ray: Skeletons & Majesties Live

Viele Raritäten und ein paar Überknaller
Wertung: 8/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 230:00
Release: 30.11.2012
Label: earMusic / Edel

Gamma Ray bringen ein neues Livealbum heraus - damit kann man wahrscheinlich nicht mehr viele hinter dem Kamin hervorlocken. Dass das Album eine DVD ist, wird die Einstellung zu dieser Veröffentlichung aber vermutlich auch nicht mehr großartig ändern. Trotzdem verspricht „Skeletons & Majesties Live“ eine besondere Aufnahme zu sein, denn Gamma Ray hatten vorab schon bekanntgegeben, dass bei der aufgezeichneten Show nicht das übliche Programm zum Zuge kommen soll. Vielmehr sollten vor allem Titel auf dem Tonträger landen, die die Band nur sehr selten spielt.

Ganz so konsequent haben Gamma Ray diese Ankündigung nicht durchgezogen, aber die Tendenz zu nicht alltäglichen Songs ist nicht zu übersehen. An ganz anderer Stelle ist aber auch etwas nicht zu übersehen: Die Bildqualität lässt nicht selten Raum für Wünsche. Der Redaktion liegt die DVD-Version von „Skeletons & Majesties Live“ vor. Wenn die Blu-ray-Disk nicht einen wesentlich besser verarbeiteten Filmtrack enthält, dann wird das nichts mit ungetrübtem Sehgenuss. Das Bild ist oft von minderer Qualität; es rauscht stark, die Lichter reißen aus und die Farben wirken oft viel zu grell.

Der visuelle Teil ist aber nur eine Seite der Medaille. Die andere ist die Musik und damit kann „Skeletons & Majesties Live“ punkten. Treue Fans der Band werden sofort die ungewöhnliche Songauswahl in der Setlist erkennen. Gamma Ray haben mit voller Absicht viele Lieder herausgekramt, die live sonst nicht so oft zum Zuge kommen. Darüber hinaus werden auch noch einige Lieder in akustischer Version und ein paar andere mit Michael Kiske an den Gastvocals vorgetragen.

Die Songauswahl umfasst einige ganz besondere Titel, wie das im Duett gesungene „A While In Dreamland“. Hier zeigen Hansen und Kiske sehr deutlich, dass sie auch heute noch gute Freunde sind, die richtig gut zusammenarbeiten können und vor allem auch den Spaß an der Musik nicht verloren haben. Noch eines beweisen die beiden bei der Nummer, die übrigens zu Beginn und zum Ende von „Kiske!“-Rufen begleitet wird: Die beiden sind richtig gut am Mikro.

Doch nicht nur alte Songs kommen zum Zuge. Auch „Rise“ vom Album „To The Metal“ hat es auf den Silberling geschafft. Musikalisch ist an der Veröffentlichung bis auf einige kleinere und sehr charmante Verspieler keinerlei Kritik erlaubt und auch der Livecharakter kommt gut, aber nicht zu dominant rüber, was den Hörgenuss weiter verstärkt. Alleine dadurch ist die DVD oder die Blu-ray schon zu empfehlen. 

Ein schönes Zeitdokument ist der Silberling auch aus einem nicht so tollen Grund. Inzwischen hat Drummer Dan die Band aus persönlichen Gründen verlassen und Michael Ehré hat seinen Platz eingenommen. Daniel hat die Band viele Jahre lang begleitet und der Film dokumentiert eindrucksvoll, wie gut die Musiker zusammen gepasst haben.

Für Fans der Band ist die Auskopplung sehr zu empfehlen. Auch für Gamma-Ray-Einsteiger kann das Teil als interessant bezeichnet werden, weil es nicht nur die typischen Hits zu hören gibt. Für Fans von perfekter Filmkunst ist die Scheibe weniger geeignet, dazu ist das Filmmaterial stellenweise einfach von zu schlechter Qualität.

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