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Galaxy Safari: Star Of The Masquerade

Intensiver Stoner Rock zum Sommerende
Wertung: 7.5/10
Genre: Stoner Rock/Hard Rock
Spielzeit: 31:42
Release: 07.09.2009
Label: Granat Records

Im Süden Kaliforniens ist es heiß und staubig. In Schweden dagegen ist es im direkten Vergleich bedeutend kühler, besonders im Winter dunkler und auch die Landschaft gebärdet sich deutlich weniger wüstenlastig. Diese klimatischen Umstände dürften unter anderem ein Grund dafür sein, dass die Gegend um das Städtchen Palm Desert im oben genannten Teil der USA in der Musikwelt vor allem für die "Erfindung" des sogenannten Stoner Rocks – einer groovenden, relativ positiv eingestellten Mischung aus klassischem Hardrock, psychedelischen Elementen, Bluesrock und Grunge – bekannt ist, wohingegen das Land, wo Elch und Billyregale sprießen, für deutlich düsterere Stilrichtungen verantwortlich zeichnet. Dass in der heutigen Zeit aber nichts lange an der Stelle bleibt, an der es zuerst ans Hörerohr drang, beweisen Galaxy Safari mit ihrem Debütalbum "Star Of The Masquerade", auf dem die vier Schweden eben genau das darbieten, was einst in der Wüste geboren wurde: Stoner Rock.

Wie genau Galaxy Safari ihre Vorbilder studiert haben, fällt bereits im Opener "Save Me" auf: Rifftechnisch klangen die Queens Of The Stone Age zu "Songs For The Deaf"-Zeiten auch mal so. Während der Output der Mannen um Josh Homme aber inzwischen in alle möglichen stilistischen Richtungen wuchert, konzentrieren sich Galaxy Safari klar auf die Anfänge des Wüstenrocks: Brummende Gitarren legen drückende, bluesig angehauchte Riffs auf straight gespielte Drums; der Aspekt "klassischer Hardrock" kommt auf "Star Of The Masquerade" wesentlich deutlicher zum Tragen als der Einfluss des Psychedelic. Für den kleinen Extrakick baut die Band außerdem stellenweise auf die Energie und Geschwindigkeit des Punk, was den Songs zusätzliche Intensität verleiht.

Dem hervorragenden Opener folgt mit dem Titel "Everything" direkt das nächste Albumhighlight. Neben dem tighten Fundament des Songs fällt der Gesang von Jesper Nyberg besonders positiv auf, der klanglich eine gewisse Nähe zu Dave Grohl von den Foo Fighters aufweist. Auch den restlichen Stücken der Platte gibt Nybergs Stimme Lebendigkeit, Drive und Seele und sorgt zudem für Wiedererkennungswert.

Leider finden sich nur zehn Songs auf "Star Of The Masquerade", von denen lediglich der Letzte, namentlich "Illusion", auf eine Länge von mehr als dreieinhalb Minuten kommt. Eine knappe halbe Stunde Musik sind für ein Album schon wirklich kurz, allerdings schalten Galaxy Safari durch die kurze Spielzeit eine Gefahr ihrer Platte gekonnt aus: Der Spaß ist vorbei, bevor Langeweile aufkommen kann. Denn so energiegeladen und groovend die Band auch auf Albumlänge rockt - besonders abwechslungsreich ist das dargebotene Material nicht. So bauen alle Songs auf genretypischen Riffs auf, hin und wieder wird ein Solo eingestreut, echte Variation in den Strukturen findet aber nicht statt. Einzelne Tracks hervorzuheben fällt daher auch relativ schwer, da doch alles recht ähnlich klingt. Ein klarer Schwachpunkt der Scheibe, der sich aber, wie schon gesagt, durch die kurze Spielzeit nicht allzu dramatisch auswirkt.

Fazit: Mit ihrem kräftigen, energiereichen Sound liefern Galaxy Safari den passenden Soundtrack für den ausklingenden Sommer. Technisch kann man der Band und besonders Sänger Jesper Nyberg keinen Vorwurf machen, in Sachen Abwechslungsreichtum und Spielzeit sind jedoch noch Verbesserungen möglich. Wer sich daran nicht stört und eine Rockplatte sucht, die von vorne bis hinten anständig vorantreibt, macht mit "Star Of The Masquerade" sicherlich nichts falsch.

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