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Gaia Epicus: Damnation

Der vierte Streich aus Norwegen.
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Power, Prog Metal
Spielzeit: 43:42
Release: 08.12.2008
Label: Epicus Records

Gaia Epicus ist eine 1992 in Norwegen gegründete Melodic Metal Band. Mit „Damnation" liefern die beiden verbliebenen Bandmitglieder Thomas Chr. Hansen und Ole A. Myrholt nun ihr viertes Studiowerk ab. Für die Aufnahmen holte man sich gleich noch ein paar Gastmusiker ins Boot wie Roland Grapow (Masterplan), Dominique Leurquin und Luca Turilli (Rhapsody Of Fire) oder Ola Halen (Insania) um nur mal ein paar zu nennen.

Laut eigenen Angaben spielt die Band „high class melodic metal with hints of: power, speed, prog und thrash”. Nach den Thrash-Einflüssen wird man auf “Damnation” allerdings vergeblich suchen. Ansonsten setzt man auf Melodien, eingängige Rhythmen, vollen Klang, Abwechslung und soliden Gesang.

Der Titelsong und Opener vertritt nun aber das Prädikat Prog. Hier rockt man gut vorwärts, allerdings mit leicht epischen Einflüssen, wozu auch der gesprochene Mittelteil passt, welcher schon sehr fantasy-like erscheint oder die chorartig einsetzenden Backingvocals. Dieser ist mit neun Minuten zudem der längste Track des Albums. Durch seinen Abwechslungsreichtum wird es jedoch nicht langweilig. Es werden stets interessante Rhythmen eingestreut, welche durchaus eingängig sind, dazu gute Gitarrensoli. Ähnlich abwechslungsreich geht es auch bei „Firestorm“ oder „The Wizard’s Return“ zu. Erstgenannter Track hat ein gut gemachtes Drum-Intro und kann späterhin mit einem schön arrangierten Wechselspiel der Rhythmusfraktion und der Gitarren überzeugen. Das rein instrumentale „The Wizard’s Return“ erinnert vom Titel stark an Rhapsody, hat aber im Gegensatz zu „firestorm“ noch einige Tempi-Wechsel im Petto, sodass sich im Gesamtbild schon einige Parallelen zu ebengenannten Italienern ziehen lassen.

Der Gesang ist ebenfalls durchweg gut, melodisch und nicht zu hoch. Die Stimmfarbe von Herrn Hansen erinnert zudem stark an die von Tony Kakko (Sonata Arctica).

Nun stößt man auf das Problem des Longplayers. Es hat alles wunderbar begonnen: viel Abwechslung in der musikalischen Gestaltung, gute Soli und Gitarrenriffs, Breaks, dezent eingeworfene Keyboardpassagen, gut arrangierte Wechsel, doch nun scheint die Kreativität zu Ende, denn die zweite Hälfte des Albums kann qualitativ der ersten leider nicht standhalten. Stücke wie „You Are A Liar“ oder „Cyborgs From Hell“ sind zwar immer noch rockig und flott unterwegs, pendeln sich jedoch eher im Durchschnittsbereich ein. Man bringt bei „Cyborgs From Hell“ zwar immer noch Backingvocals ein, verwendet auch gut mitsingbare Passagen, wie man sie schon bei „Masters Of The Sea“ findet, jedoch will der Funke nicht überspringen. Auch das flotte, harte „The Savior (Will Come)“ oder das rhythmische „A Hero In All“ können das Ruder leider nicht mehr rumreißen. Erst der Schlusssong „Salvation Is Here“ kann sich mit seiner schlüssigen Komposition etwas nach oben arbeiten.

Fazit: Gaia Epicus haben mit „Damnation“ ein solides Werk hingelegt. Die erste Hälfte ist sehr gut gelungen und trifft genau auf das anfänglich erwähnte Zitat zu. Dann stößt man allerdings unwiederbringlich auf das große Manko der Scheibe: Es fehlt einfach das gewisse Etwas, die Spritzigkeit, wie man sie zu Beginn hatte, beziehungsweise ein Stück mehr Identität. Nun sollte man mich nicht falsch verstehen, denn die Songs sind nicht schlecht, sie sind stets noch auf hohem Niveau. Trotz allem kann man „Damnation“ ohne größere Probleme weiterempfehlen, auch Fans von Bands wie Sonata Arctica, Masterplan oder Rhapsody können mal reinhören. Man darf auf folgende Werke der beiden Norweger gespannt sein.

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