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Fyrnask: Eldir Nótt

Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal, Doom Metal, Ambient
Spielzeit: 55:45
Release: 23.09.2013
Label: Temple Of Torturous

Drei Jahre ist es her, dass uns zum ersten Mal eine Platte des Ein-Mann-Schwarzschepper-Projekts Fyrnask erreichte – sechs Punkte gab es damals, zu krude, zu undurchsichtig kam die Scheibe daher. Im Herbst 2011 dann der Nachfolger „Bluostar“, dem sogar die Ehre einer Doppelrezension zuteil wurde – der geschätzte Kollege Tom und meine Wenigkeit kamen allerdings unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass die Tracks nicht per se schlecht waren, sondern einfach nur unheimlich anstrengend. Ein halbes Pünktchen mehr war da gerade noch drin, öfter als nötig haben wahrscheinlich diese Platte weder er noch ich.

Mit „Eldir Nótt“ gibt es nun einen neuen Output auf die Ohren – die Aufnahmen begannen scheinbar direkt nach dem Release der letzten Scheibe, gute zwei Jahre Arbeit stecken also in der Scheibe. Der erste Durchlauf lässt ein wenig Hoffnung durch das knarzig-schwarze Gewand scheinen: Ein roter (bzw. schwarzer) Faden ist leichter erkennbar als bei den Vorgängern, obwohl auch diese Songs wieder weit entfernt sind von leichter Kost.

Beinah eine Stunde Laufzeit und acht Songs werden dem gemeinem Black-Doom-Ambient-Fan hier vor den Latz geknallt, eine wilde Achterbahnfahrt aus Geschrei, zarten Samples, wilder Schredderei und fast choralem Klargesang – oft sogar alles in einem einzigen Lied vereint, wie das über zehn Minuten lange „Síaida“ zeigt.

Das „Intro“ gibt noch nicht wirklich viel preis, vielmehr handelt es sich hier um Stimm- und Singübungen für Gitarre und die erwähnten Männerchor-Passagen. Auf ein Viertel der Zeit gekürzt, wäre das Ganze ein sehr stimmiger Einstieg gewesen, so allerdings zeigt es nur mal wieder die Tendenz des Herrn Fyrnd für ausschweifende Arrangements. Das folgende „Vigil“ knüpft dann aber nahtlos an und legt sich auch tempomäßig ordentlich ins Zeug – keine Spur mehr von doomigem Rumgekrebse in Slowmotion, dafür werden Saiten und Stimmbänder schön malträtiert. Zwischenpassagen mit drohenden Percussionmomenten und melodiösen Gitarren, die von Sprechgesang unterlegt werden, machen den Song dann, man höre und staune, zu einem Anspieltipp.

So entspannend geht es natürlich nicht weiter – „Saltrian“ scheppert wieder ordentlich voran, aber man muss sagen, dass der Mann sowohl an seinen Arrangements als auch am Sound gearbeitet hat; hier bekommt man einen viel besseren qualitativen Eindruck als auf den letzten beiden Scheiben. Einzig die Chor-Einschübe wirken über längere Strecken etwas fehl am Platz, ansonsten rücken langatmige Instrumentalfrickeleien aber diesmal größtenteils diskret in den Hintergrund.

Fazit: Fyrnasks neues Baby verlässt zwar nicht völlig den vorgeschriebenen Weg der vorherigen Alben, wagt sich aber doch mal ein oder zwei Schrittchen Richtung Massentauglichkeit, was nicht bedeuten soll, dass hier Sellout betrieben wird. Vielmehr eröffnet der Musiker den Hörern hier mehr Möglichkeit als zuvor, sich auf die Musik einzulassen. Die positive Überraschung ist sieben Punkte wert.

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