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Furbowl: Those Shredded Dreams (Re-Release)

Nichts für Klang-Fetischisten, sondern eine Reminiszenz an die gute alte Zeit
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal, Grindcore, Death'n'Roll
Spielzeit: 72:17
Release: 26.11.2009
Label: Vic Records

Mit Re-Releases ist das immer so eine Sache. Reine Geldmacherei möchte man in diesem Fall nur den wenigsten Bands unterstellen; vielmehr geht es tatsächlich darum, längst vergriffene oder nur noch schwer erhältliche Alben wieder verfügbar zu machen und natürlich die Klangqualität der oftmals doch sehr unprofessionell anmutenden Scheiben zu verbessern. Allerdings: Viele Alben von früher bekommen ihren gewissen Charme erst durch die etwas kratzigen Hintergrundgeräusche oder das Verstärkersurren – will man also beispielsweise eine Platte wie Morbid Angels „Blessed Are The Sick“ von 1991 als Hochglanz-Produktion im Schrank haben? Eher nicht.

Umso schöner ist es da, wenn eine Band sich wirklich Gedanken darüber macht, wie man ein schnödes Re-Issue für den geneigten Fan etwas schmackhafter machen kann. Furbowl, die sich mit zur ersten Welle der schwedischen Death Metal-Bands zählen dürfen, haben zu ihrem Debütalbum „Those Shredded Dreams“ noch eine Bonusdisc mit Demos und Live-Aufnahmen aus den Anfangstagen der Band dazugepackt. Zusätzlich dazu finden sich im Booklet kleine Anekdoten der damaligen Mitglieder Mike Amott (heute Arch Enemy), Johan Liiva (ex- Carnage) und Max Thornell (ex-Jesus Exercise) zur Entstehung des ersten Demotapes, aus dem schließlich die Originalversion von „Those Shredded Dreams“ wurde.

Selbiges erschien erstmals 1992, klingt aber keineswegs altbacken oder verstaubt. Im Gegenteil: Mit dynamischen Songs wie dem Opener „Damage Done“, doomigen Stücken à la „Razorblades“ und genialen Instrumentalpassagen wie im Titelstück, das Bilder von einsamen Wäldern und klirrend kalten Nächten heraufbeschwört, finden sich nicht nur einige Leckerbissen auf der Scheibe, sondern auch ein für damals recht ungewohnter Mut zur musikalischen Diversität. Die meisten Stücke, obwohl schon 17 Jahre alt, klingen modern und könnten auch heutzutage durchaus genauso produziert worden sein.

Auch die Bonus-CD enthält einige geniale und vor allem abwechslungsreiche Stücke, wie zum Beispiel das sehr schöne Keyboard-Instrumental „Hymn For Natalie Rose“ von 1993 oder das Demo „Only Inhuman“, das mit sehr Rock'n'Roll-lastigen Gitarren überrascht. Ein besonderes Schmankerl ist das Venom-Cover von 1993, das für seine Zeit erstaunlich kraftvoll klingt, allerdings das teils lustige, teils irritierende Hintergrundecho vieler Death Metal-Alben der frühen Neunziger besitzt. Live klangen Furbowl damals witzigerweise fast wie auf ihren Demos, was unter anderem eine Version von „Shark Heaven“ beweist – ob das jetzt für oder gegen die Demoqualität bzw. die Qualität ihrer Auftritte spricht, sei mal dahingestellt. Unter extrem minderwertigem Sound leidet allerdings die Live-Aufnahme von „Nothing Forever“ – die Band zeigt sich hier eher dem Grindcore zugänglich, der Song ist trotz des wirklich schlechten Klanges irgendwie cool, was man von den beiden nachfolgenden Demos aus dem Jahr 1991 leider nicht mehr behaupten kann.

Fans der alten schwedischen Death Metal-Schule sowie Anhänger der Band selbst können hier völlig gefahrlos zugreifen; Furbowl präsentieren neben ihrem ersten Album auch eine gute Portion Nostalgie mit ihren alten Demos und Live-Stücken. Für Leute, die sich eher an gestochen scharfem Klang und fetten Produktionen erfreuen können, ist „Those Shredded Dreams“ vermutlich weder im Original noch als Re-Issue zu empfehlen – der rohe Charme der frühen Death Metal-Szene entschädigt meiner Meinung nach jedoch mehr als genug für die vor allem auf der zweiten CD etwas grottige Klangqualität.

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