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Funeral For A Friend: Chapter And Verse

Überraschend heavy
Wertung: 8,5/10
Genre: Alternative Rock, Post-Hardcore
Spielzeit: 39:25
Release: 26.01.2015
Label: End Hits Records/Cargo Records

Funeral For A Friend sind eine Truppe, die immer so ein bisschen im Geheimen agiert. Da war man sich sicher, mit der Split mit den Kollegen von Boysetsfire das letzte aktuelle Lebenszeichen der Waliser besprochen zu haben und muss dann lesen, dass mit „Conduit“ bereits vor zwei Jahren eine Scheibe herauskam, die völlig an einem vorbeiging. Schön blöd, aber immerhin hat es das aktuelle Album „Chapter And Verse“ mal wieder durch das Dickicht der Veröffentlichungen in die heimische Musikanlage geschafft.

Und das ist ein Glück, geht die Scheibe doch wieder in eine deutlich härtere Richtung. Funeral For A Friend können also auch anders, obwohl in der Vergangenheit oftmals ein wenig zu viel Pop-Appeal durch die Boxen tröpfelte. Tatsächlich startet die Platte schon verhältnismäßig druckvoll: „Stand By Me For The Millionth Time“ enthält den typischsten Bestandteil des FFAF-Sounds, nämlich den konstant zwischen klar und hysterisch pendelnden Gesang von Matthew Davies-Kreye. Ganz ähnlich kommt auch „You’ve Got A Bad Case Of The Religions“ daher, wenn auch schon titelgemäß mit einem Augenzwinkern.

Überhaupt klingen die Waliser ein bisschen mehr nach Old School, ein bisschen angepisster als sonst, da kann man direkt im zweiten Durchgang bis zum Erbrechen Titel aufzählen: „Pencil Pusher“ ist so ein wütender, gleichzeitig ohrwurmiger Track, der von der ersten bis zur letzten Sekunde Bewegung fordert und fördert, dann wäre da mit „After All These Years... Like A Lightbulb Going Off In My Head“ der angeblich schnellste FFAF-Track überhaupt, außerdem das nicht mal zwei Minuten lange und wesentlich härter und rasanter klingende „Modern Excuse Of A Man“, das mit ordentlich Power und Geschrei beweist, dass die Truppe auch anders kann. Kein Vergleich zu den poppigen Ausrutschern, die beispielsweise auf „Welcome Home Armageddon“ zu verzeichnen waren.

Parallel finden aber mit Songs wie „Brother“ auch akustische Liebeserklärungen statt, die mit dem nachfolgend dahin galoppierenden „Donny“ gleich wieder in den Boden gestampft werden – dabei bleibt hier aber durch den Klargesang der typische Funeral-Sound bestehen. Zum Finale haben die Herren sich noch einen über acht Minuten langen Track aus den Rippen gezimmert – oder besser zwei, denn nach dem recht melodischen und irgendwie deprimierenden „The Jade Tree Years Were My Best“ gibt es eine (zum Glück nur kurze) Verschnaufpause, bevor ein namenloser, recht Hardcore-lastiger Track auftaucht, der nicht nur deutlich tiefer gestimmt wirkt, sondern auch wesentlich druckvoller daherkommt.

„Chapter And Verse“ ist definitiv ein Anspieltipp für alle Fans der früheren Werke, ebenso wie für alle Freunde des Genres. Hier wird wieder um Längen mehr Spaß verbreitet als bei den oben bereits erwähnten, etwas lauwarmen Alben. Lückenfüller kann man beinah keine ausmachen, jeder Track hat seine Stärken. Einige Knaller wie „Pencil Push“ werden es sicherlich in die Dauer-Playlisten der Fans schaffen.

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