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Fuel'n'Stuff: Spank The Monkey

Nur bedingt zwingend
Wertung: 6,5/10
Genre: Speed Rock'n'Roll/Punkrock
Spielzeit: 28:40
Release: 14.10.2017
Label: DIY

Manchmal ist die Reviewer-Welt zwar schön, aber eben schnell auch ungerecht, letzteres auch für die Band, wenn nämlich eine punklastige CD zur Rezensierung bei einem Metalhead durch und durch landet. Das kann dann auch mal zur zähen Angelegenheit werden, eine ehrliche Rückmeldung aus einem anderen Lager ist aber vielleicht auch nicht die schlechteste Lösung. Lob gebührt der Truppe aus Buchenau bei Marburg allein schon dafür, dass sie alles in Eigeninitiative durchziehen und die Scheibe ebenfalls auf Vinyl veröffentlichten, dort sogar mit „Queen Of Disease“ einen Bonustrack draufpackten, allerdings sind 21 Tacken für eine knappe halbe Stunde – die CD-Version ist kaum 29 Minuten lang, die Vinylversion eben um diese eine Nummer länger – dann doch schon ganz schön happig.

Fuel'n'Stuff werden in der Folge auch immer dann wirklich interessant, wenn sie ein wenig die Hardcore-Kante schleifen, nicht viel, nur ein bisschen, und so dem punkigen Speedrock die lange Nase zeigen. Das merkt man dann bei dem mit einer kurzen Cowbell-Sequenz aufgepeppten „Doomed To Fail“, wo sie auch mal deutlich an die Ruhrpott-Vertreter Tony Gorilla erinnern oder auch bei „Last Cry“, wenn sie eben einfach ein bisschen dreckiger agieren und hier sogar mit einem kurzen Growl für ein kurzes Überraschungsmomentum sorgen.

Nicht zu schlüpfrig und dennoch gerade trotz der deutschen Lyrics an der Peinlichkeit vorbei segeln die Hessen mit „Pam“ (na, welche Doppel-D-Tusse ist damit wohl gemeint?); ein recht leckerer speediger Appetithappen mit dem Opener „Get Out Of My Way“, der ebenfalls ein leichtes Hardcore-Feeling in sich trägt und sicherlich für schweißtreibende Tanzbeinattacken den richtigen Hintergrund liefert oder das fast schon als Mitgrölhymne durchgehende „The Dependend“ - Standard, tut nicht weh, knallt vielleicht deswegen ganz gut – sind gute Referenzen für spaßiges Backenfeeling – da will man glatt mitschwitzen.

Auf der anderen Seite gibt es aber eben auch viel Durchschnittliches, immer wieder mit kleinen Gimmicks wie in „Nevermore“, welches sie gleich mal mit der Cowbell einleiten und zwischendurch den Eindruck erwecken, sie würden sich kurz verhaspeln, nur um schnell wieder in die Spur zurück zu finden. Auch das zum Fingerschnippen einladende „Lucky Bastard“ hat da seine Sonnen- und Schattenseiten: Zum einen nerven die Ohoos wie auch im Metal, auf der anderen Seite bauen sie hier ein sehr gelungenes Gitarrensolo ein und schlagen anschließend gleich den Haken zum Fanmitmachpart.

Für mehr Punkte lassen die Buchenauer dann doch ein bisschen zu viel liegen. „Welcome To The Danger Zone“ klingt dann bei „Danger Zone“ verheißungsvoller als das, was schlussendlich geliefert wird und auch „Find The Truth“ kommt einfach nicht über einen Uptempo-Punk'n'Roller mit Stampfdrumsattitüde hinaus. Fans von Tony Gorilla über Peter Pan Speedrock bis Gluecifer dürften ganz gut bedient sein und die Shows von Fuel'n'Stuff sind mit Sicherheit auch recht schweißtreibend, nur zwingend für den heimischen Gebrauch ist das noch nicht.

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