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Frozen Memory: Heimatlos

Wie Illuminate - nur besser
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 34:49
Release: 01.10.2008
Label: Eigenproduktion

Nach einigen Besetzungswechseln und zwei Demos haben die aus der Nähe von Koblenz stammenden Frozen Memory endlich ihr erstes Album in trockenen Tüchern: „Heimatlos“. Ein sehr passender Name für das Album, denn die Band selbst ist noch „heimatlos“ und bei keinem Label zu Hause – was eigentlich schade ist, denn Potential ist allemal vorhanden.

Das Intro „Tagtraum“ beginnt mit sanften und atmosphärischen Keyboard-Passagen, die später als Untermalung für poetischen, gesprochenen Text dienen; richtig los geht es dann jedoch erst mit „Heimatlos I“. Dieser Song ist allerdings noch etwas holprig geraten, nette Akustik-Gitarren, Piano-Klänge und weiblicher Gesang geben hier den Ton an, aber das Lied dudelt nur vor sich hin und bleibt nicht wirklich hängen. Glücklicherweise ändert sich dies mit „Heimatlos II“ – hier kommen dann vermehrt die E-Gitarren zum Einsatz, der Piano-Lauf erscheint viel flüssiger und auch der Gesang, der sich sehr gut anhören lässt, macht hier viel mehr her.

Nachdem sich bei „Heimatlos II“ Vergleiche zu Illuminate nicht vermieden werden können, wird man auch bei „Ins Ungewisse“ an diese Band erinnert, welche auch für markante Piano-Läufe und (seit den neueren Alben) nicht zu dominante E-Gitarren steht. Nach einem kurzen Zwischenspiel namens „Nachtflug“ folgt mit „Flammenwelt“ ein weiterer schneller Song neben „Meine Welt In Dir“. Beide Songs sind nicht schlecht, aber man merkt doch, dass die Stärken der Band bei den ruhigeren Stücken liegen, daran ändert dann auch der Einsatz eines Blastbeats bei „Meine Welt In Dir“ nichts mehr.

Zum Ende gibt es aber noch einen tollen Song mehr – „Abenddämmerung“ ist wieder langsamer gehalten, der Gesang viel emotionaler, die Gitarren tragender und das Piano harmonischer. Auch das dezent gespielte Schlagzeug weiß eindeutig zu überzeugen. Produktionstechnisch befindet man sich auf einem mittleren Niveau – was man hört, klingt gut. Gesang, Piano und Gitarren klingen gut, auch wenn die E-Gitarren nicht so viel Druck haben – aber das steht den Songs eigentlich recht gut zu Gesicht. Das Schlagzeug klingt größtenteils auch nicht schlecht, könnte aber ebenfalls etwas mehr Druck vertragen. Das größte Manko ist, dass man auf der CD leider kaum die im ersten Song so angenehm eingesetzten Keyboards vernimmt und der E-Bass auch kaum zu hören ist.

Dafür ist das - professionell aussehende - Artwork sehr schön geworden und strahlt eine traurig-mystische Atmosphäre aus, was ziemlich gut zu der Musik passt. Insgesamt ist „Heimatlos“ eine gesunde Gothic Rock-CD geworden, die zwar noch verbesserungsfähig ist aber auch mit einigen tollen Songs aufwartet. Wer eine Schwäche für deutsche Texte in Verbindung mit weiblich gesungenem Gothic Rock hat oder einfach mal etwas anderes als die zahlreichen Hochglanzprodukte dieses Genres hören möchte, sollte hier durchaus Mal reinhören!

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