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Freya: All Hail The End

Viele Ecken, viele Kanten, aber auch gute Ansätze
Wertung: 4.5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 38:06
Release: 19.01.2010
Label: Victory Records

Freya, zu drei Fünfteln aus Bandmitgliedern der Hardcore-Größe Earth Crisis bestehend, sind zurück mit ihrem neuen Album „All Hail The End“ und wollen mit dieser musikalischen Abrissbirne den ein oder anderen Moshpit bewegen.

Das jüngste Output der Band stellt zugleich das erste Konzept-Album der Formation dar, so befassen sich die düsteren, überwältigenden Texte primär mit der Gesellschaft und ihren Systemen, die niemals perfekt sein können, immer wieder gestürzt werden oder aus sich selbst zusammenbrechen, aufgrund von Korruption, menschlichen Fehlern oder sonstigen Faktoren. Auch wenn dies eine Neuheit ist, so ist musikalisch jedoch alles beim Alten geblieben – nach wie vor gibt es mal schleppende, mal hetzende Riffs auf die Ohren, doch eines ist den Riffs immer gemein: Langeweile. Eintönig plätschern die Gitarren vor sich hin, von polyphonen und komplexen Riffstrukturen kann man hier nur träumen, hier wird lediglich stumpf ein Akkord an den nächsten gehängt, eine kurze tragende Bridge eingefügt um dann wieder das nächste Riff mit Mosh-Beats oder Blasts vorzutragen.

Frontshouter Karl Büchner, bereits bekannt von Earth Crisis, gibt sich zwar alle Mühe seine Stimme so gut wie möglich zu variieren und wartet in Songs wie „Human Demons“ mit tiefen Growls, Shouts und höheren Screams auf, allerdings hilft das nicht weiter: Zu klein ist sein stimmliches Spektrum, zu monoton die Begleitung. Doch die Monotonie hat auch etwas Gutes, so kommt bei dem Track „Labyrinths Of The Ant People“ eine drückende, schwere und bleiern wiegende Stimmung zum Ausdruck. Mit dem Stück „The Guardian“ findet sogar rauchiger, ja fast klarer Gesang Einzug in das Album. Neben solch langsameren beziehungsweise im Midtempo angesiedelten Songs gibt es auch treibendere Stücke à la „Iron Locust“ oder „Sons Of Yamir“ auf der CD – mit 13 Tracks ist wenigstens hier eine relativ große Auswahl geboten.

Sogar etwas experimentell zeigt sich die Band mit einigen orientalischen Tonfolgen, die man hier gar nicht erwartet hätte, sogar dezente Chöre im Hintergrund sind stellenweise an diesen Sound angelehnt. Rifftechnisch gibt es immer wieder gute Ansätze, die sich zu tragenden, melodischen Riffs emporschwingen könnten, welche dann von tiefen Shouts Karls dominiert würden, allerdings verschwimmen diese doch eigentlich so vielversprechenden Ansätze immer wieder in einem ermüdenden Klangbrei, der etwas lieb- und ideenlos dahergespielt wirkt.

Hier muss noch sehr viel gearbeitet werden. Das ganze Album „All Hail The End“ hat keinen einzigen herausragenden Song vorzuweisen, der durch irgendein besonders einprägsames Riff oder eine komplexe Struktur besticht, sodass sich bereits nach kurzer Zeit eine gewisse Müdigkeit und Eintönigkeit breitmacht. Zwar gibt es hinsichtlich der Stimme durchaus Variationen und auch vielversprechende Riff-Ansätze und außerdem zeigt die Band Mut zum Experimentieren, allerdings hilft dies nicht viel. Die Songs dieses Albums nehmen den Hörer nie gefangen und können nur spärlich Interesse wecken, sodass Freya letztendlich doch nur eine halbgare Kopie von Earth Crisis bleibt.

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