Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Freedom Call: Beyond

Ganz schön viel Musik
Wertung: 8/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 58:53
Release: 21.02.2014
Label: Steamhammer / SPV

Zu den Jungspunden kann man Freedom Call sicherlich nicht mehr zählen. Seit Ende der Neunziger treibt das Quartett schon sein Unwesen. Insgesamt acht Alben hat die Combo seitdem veröffentlicht. Um das letzte dieser acht Werke kümmern wir uns hier. „Beyond“ ist ein an Zahlen ganz schön mächtiges Album. Eine Spielzeit von fast einer Stunde und ganze vierzehn Songs deuten auf arbeitswütige Musiker hin.

Das Album deutet vor allem auf Freedom Call hin. Unverkennbar sind die Melodien, die das Werk eröffnen und auch über die ganze Spielzeit kommt kein Zweifel auf, wer da gerade aus den Boxen trällert. Schnell und gewohnt fröhlich wird dem Zuhörer die „Union der starken“ um die Ohren gewatscht. Ein gelungener Einstieg, der den Herzmuskel mal eben auf die richtige Drehzahl beschleunigt. So wird auch keine Zeit vergeudet und man knöpft nahtlos mit der Hymne „Knights Of Taragon“ an. So geht es auch ganz klassisch in Freedom Call-Manier weiter bis mit „Come On Home“ die erste Bandhymne auf dem Album gefeiert werden kann. Der Titel ist ein ausgewachsener, kapitaler Ohrwurm, der sich innerhalb von Sekunden in der Birne festsetzt.

Freedom Call haben sich viel Mühe gegeben um ihrem Stil möglichst treu zu bleiben. Wobei, der Titelsong „Beyond“ fällt schon ein bisschen aus dem Rahmen. Episch und gewaltig kommt die Nummer daher. Nicht ungewöhnlich für die Band, aber die erste Nummer auf dem Album, die in diese Richtung tendiert. Die Fortführung dieses Trends findet ihre Spitze in „Edge Of The Ocean“. Hier gleitet die Band tatsächlich in einen Bereich ab, den man als groovig bezeichnen kann. Den größten Schritt weg vom Status Quo machen Freedom Call mit „Dance Off The Devil“. Dieser Song kommt mit afrikanischem Rhythmus und einem nicht typischen Sound für die Band aus den Lautsprecherboxen. Solche Songs hätte es durchaus mehr geben können auf dem Silberling. Weiter geht es aber in dieser Richtung leider nicht.

Das Album hat von vielem jede Menge. Jede Menge Double-Bass. Jede Menge Melodien. Jede Menge Songs und auch jede Menge Gitarrensolos. In Kombination wirkt das alles ein wenig erschlagend. Für so ein Überwerk mit vierzehn Songs hätten Freedom Call ruhig mehr experimentieren dürfen. Hier wäre genug Platz gewesen um auch mal wirklich aus dem eigentlichen Rahmen auszubrechen. Bei so vielen Songs kann man sich schon die eine oder andere unkonventionelle Nummer leisten. Diesen Schritt hat die Band aber nur ansatzweise gewagt und so wird die Platte zum Schluss hin trotz aller fetten Kompositionen und mächtiger Melodiebögen ermüdend auf den Hörer.

Irgendwann ist es einfach auch wieder gut mit Happy, Happy, Hurra! Insgesamt ist die Platte trotzdem gelungen. Einige richtige Kracher konnte man auf dem Silberling unterbringen und ein richtig misslungenes Lied gibt es auch nicht. Fans der Band dürften mit der Platte gut zurechtkommen und wer auf gute Laune, große Melodien und einen guten Sänger steht, der kann durchaus mal ein Ohr riskieren.  

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte