Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Free Throw: What's Past Is Prologue

Eine klanggewordene Therapieeinheit
Wertung: 8,5/10
Genre: Emo, Poppunk, Indie
Spielzeit: 36:37
Release: 29.03.2019
Label: Triple Crown Records

Vor fast zwei Jahren landeten die Nashvillianer Free Throw mit ihrem Zweitling „Bear Your Mind“ einen wahren Überraschungscoup in der The-Pit.de-Redaktion, die Tracks „Randy, I Am The Liquor“ und vor allem das starke, ehrliche „Weight On My Chest“ laufen seitdem eigentlich wöchentlich in der heimischen Playlist. Seit kurzem steht jetzt der Nachfolger „What‘s Past Is Prologue“ in den Regalen, das Sänger und Gitarrist Cory wieder zur persönlichen Therapieeinheit auserkoren hat. Man darf sich erneut auf teils erfreulich lärmigen Emo-Punk einstellen, vorneweg wurde mit „The Corner‘s Dilemma“ bereits ein bärenstarker Track im Videoformat veröffentlicht. Ob sich allerdings wieder Ohrwürmer wie „Weight On My Chest“ auf der Tracklist eingefunden haben, bleibt gespannt abzuwarten.

Die grundehrlichen Texte des Sängers sind nur einer der Pluspunkte, die „What‘s Past Is Prologue“ für sich verbuchen kann. Ohne das übliche, verhasste Emo-Genöle (trotz näselnder Stimme) arbeitet sich Cory tapfer durch seine diversen Abhängigkeiten und Unsicherheiten, untermalt von teils knackig bratenden, teils sanft flüsternden Gitarren und einem allseits tighten Schlagzeug. Ja, eigentlich kann man die neue Scheibe nur als „reif“ bezeichnen, obwohl sich das sicherlich für viele Bands wie eine Beleidigung anhören mag. Da bei Free Throw die Musik aber eindeutig als therapeutisches Mittel genutzt wird, kann man die Weiterentwicklung des Songschreibers deutlich aus den charmant unkryptischen Texten herauslesen.

Auch die zweite Single „Today Is Especially Delicious“ strotzt mit Zeilen wie „My life is a mess and it always has been“ nicht gerade vor Freude und zeigt sich auch sehr unmissverständlich, kann aber außerdem zusätzlich durch ziemlich coole, abgeschrammt klingende Gitarren überzeugen. Dabei schafft Sänger Cory auf dem gesamten Album ein Kunststück, das nicht viele Herrschaften in diesem Genre beherrschen: gnadenlos Ehrlichkeit ohne kitschig oder gar weinerlich zu klingen. Selbst beim beinah romantischen „Cerulean City“ gelingt dieser Spagat, sodass der Track mit dem Text, den man sich mehrfach anhören muss, weil er einfach so – ja: schön ausgefallen ist, es ohne großes Bemühen auf die Liste der Anspieltipps schafft.

Die Liste wird immer länger, Tracks wie „The Fix Is In“ mit seinem fast poppigen Einstieg und dem wahnsinnig eindringlichen, fast verzweifelten gesprochenen Part, in dem Cory offen um Hilfe bittet, kann genauso punkten wie der finale, mit ordentlichen Ausrastern versehene Titelsong. Wobei man sich gerade von diesen Ausrastern einige mehr wünschen würde, aber wie man mittlerweile mitbekommen haben dürfte, dreht es sich bei Free Throw ja nicht so sehr um besonders angelegte und durchdachte Songstrukturen, sondern hauptsächlich um die textliche Seite.

Aus diesem Grund ist es angebracht, wenn man der englischen Sprache nicht hundertprozentig mächtig sein sollte, sich die Texte online zu Gemüte zu führen. Konzentriert man sich nämlich nur auf die (zugegeben wunderbare) Musik der Amis, entgeht einem so einiges. Textlich haben die Jungs im Vergleich zum Vorgängeralbum einen großen Schritt gemacht, musikalisch sind sie sich größtenteils treu geblieben. Auf den ersten Blick gibt es zwar keine solchen Ohrwürmer zu vermelden wie „Weight On My Chest“, gerade „The Corner‘s Dilemma“ hat diesbezüglich aber wahnsinnig viel Potential. „What‘s Past Is Prologue“ kann somit noch ein halbes Pünktchen auf die Vorgängerwertung draufschippen – eine wahre Freude.

comments powered by Disqus

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann