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Free Key Bit Chess: Kiss My Ass

Höchst abwechslungsreich
Wertung: 8.5/10
Genre: Metal, Rock, Alternative
Spielzeit: 44:6
Release: 15.09.2007
Label: Bad Land Records

Einen großen Pluspunkt können Free Key Bit Chess schon mal für den Bandnamen einstreichen. Wortspiele find ich ja immer recht lustig und brechen herrlich aus dem ganzen Einheitsgedöns aus. Doch auch ohne den außergewöhnlichen Namen können FKBC wirklich fett punkten. Um dem eigentlichen abschließenden Urteil vorauszugreifen…hier liegt ein wirklich starkes Debüt dieser deutschen Formation vor.

Nach zwei Eigenproduktionen und einer Bandgeschichte, die bis 1995 zurückreicht, haben FKBC eine Heimat bei Bad Land Records gefunden und einen Einstand nach Maß hingelegt. Wenn das Label jetzt noch einen ordentlichen Job macht, prognostiziere ich den Münchnern eine rosige Zukunft. 

Musikalisch setzen sich die Mannen nicht nur auf einen Stuhl, sondern rutschen mit den Allerwertesten zwischen Metal, Rock ´N Roll (im Still von The Bones oder Chrome Division) und Alternative (Metal) hin und her. Dabei klingen sie in nicht wenigen Momenten überraschenderweise mehr nach amerikanischen Combos a la Godsmack als nach europäischen Vorreitern. Sicherlich ist so ein Stilmix nicht jedermanns Sache, doch wer will es schon jedem recht machen? Eben.

So geht es über den Rock ´N Roll-Opener „Kiss My Ass“ (schicker Ohrwurm, der nach vorne treibt und jedes Tanzbein zucken lassen sollte) über „Protodeath“ (erinnert mich irgendwie an langsame Slayer-Kracher und ist klasse arrangiert) und „Lord Of The Flies“ (ein Highlight mit besagter Ami-Schlagseite) bis hin zu „Revolution“ (starker Refrain mit superbem Songaufbau). Ein 4-fach-Einstand allererster Güte. 

Auch vor der deutschen Sprache machen FKBC nicht halt und schießen mit „Deine Augen“ einen Song in der Muttersprache Richtung Zuhörer. Ich nenne das Teil mal gefällig. Hat zwar seinen Reiz, ist mir jedoch irgendwie zu glatt. Ohne Ecken und Kanten. Dagegen klingt der Vorgänger „Blood Stays In Pamplona“ weitaus interessanter. Besonders vom Riffing und von der eigentlichen Attitüde her. Man hungert zwar beim Zuhören, dass der Sänger gerade bei diesem Song mal ordentlich röhrt, doch was solls. Es ist wie es ist. 

Ganz zum Ende wird’s mir dann doch zu seicht, obwohl die Songs „Pyromantic Dreams“ und „The Favour“ absolut keine Nullnummern sind. Sind halt sehr alternativ angehaucht und knallen nicht so wie der Rest. 

Bei zwei Songs des Albums gibt’s dann noch den heute so angesagten Frauengesang zu hören. Dieser übernimmt aber keine tragende Rolle, sondern fügt sich wirklich gut in den Gesamtsound ein. Liegt wohl daran, dass es sich dabei um kein Grillengezirpe handelt sondern um kraftvollen Rockgesang. 

Also Mädels und Buben… hier gibt es eine wirklich starke Band zu entdecken, die (und da bin ich mir sicher) ihren Weg definitiv gehen wird. Hier stimmen Songs, Sound und der absolut variable Gesang (von tiefen Growls über rockig bis hin zu geschmeidig schick). Wem Abwechslung kein Graus ist und wer Anhänger oben genannter Stilrichtungen ist, wird zum Zwangshören verurteilt.

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