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Free Key Bit Chess: Havoc

Die Riffs machen den Metal
Wertung: 8,5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 53:00
Release: 17.10.2014
Label: Sonic Revolution

In welche Schublade man die Band stecken soll, ist nicht so ganz ersichtlich, wobei die berühmte Schublade ja eh sehr unbeliebt ist. Aufgrund der starken, schnellen Riffs, den phantasievollen Basslines und dem gleichfalls schnellen Schlagzeug, passt die Heavy-Metal-Hose wohl am besten. Der dreckige Klargesang, welcher hier und da etwas schreiender wird, bestätigt diesen Verdacht noch zusätzlich.

Die CD startet ziemlich schnell,mit einer harten Gitarre welche sich ein Wettrennen mit dem Schlagzeug liefert. Aufgelockert wird es durch Metal-typische Midtempo-Passagen und dem Gesang, dieser übernimmt zugleich über weite Strecken die Melodieführung. Diesen Stil findet man, in ähnlicher Form an verschiedenen Stellen der Scheibe wieder, so zum Beispiel in „Letters and Cyphers“ oder in „Pure Fuckin` Mayhem“.

Aber da, hoher Speed und reißende Riffs nicht alleine für Heavy Metal stehen, haben die vier Jungs auch etwas ruhigere Töne dabei. In der Nummer Sechs wird, dann dementsprechend, das Tempo etwas gedrosselt und die schnellen. dreckigen Riffs werden etwas melodischer und weicher. Die fürs Genre typische Härte verschwindet selbstverständlich nicht komplett, die Gitarre und das Schlagzeug unterlegt den Gesang über weite Strecken mit einem entsprechenden Gewitter. Diese etwas langsameren Elemente, finden sich über das ganze Album verteilt immer mal wieder.

Mit „Emetic“ bewegt man sich dann eher in die Trash-Richtung, präzise; schnelle Riffs und ein dreckiger Gesang, der teilweise in den Scream wechselt, bilden hier das Grundgerüst. Verfeinert wird das Ganze dann durch das lebendige Bassspiel und den taktgebenden Drums. Zusätzlich bringen die Wechsel im Gesangsstil, welche den Refrain dominieren, etwas frischen Wind rein. Ähnliche Wechsel findet man auch in „Me Against The World“, welches sich in einem gleichartigen Bereich bewegt. Aber es hat etwas mehr Heavy-Metal-Blut, welches sich wie so oft im Gitarrenspiel zeigt. Dieses bewegt sich oft in einem kontinuierlichen Arrangement und tritt, zugunsten des Schlagzeugs, etwas in den Hintergrund.

Free Key Bit Chess liefern mit Havoc ihr zweites Album ab und das klingt verdammt gut. Heavy-Metal-typische Riffs, die ihr Tempo und somit den Stil immer an das Lied anpassen und so eine große Vielfalt generieren. Der Speed ist sowieso ein wichtiges Element im Spiel der Band, durch Geschwindigkeitswechsel, sei es nun durch die Gitarre, das Schlagzeug oder den Gesang, variieren sie ihren Sound und erzeugen immer eine druckvolle Kulisse, ohne sich zu sehr zu verstricken. Das ist ja leider oft das Problem, dass Bands im Heavy Metal sich immer tiefer in ausgefeilte Melodien und immer komplizierteren Strukturen vergraben und am Ende über den eigenen Ehrgeiz stolpern. Die vier Münchner bleiben hingegen bei vergleichsweise einfachen Soundkulissen und schaffen es so, ein leichtes und dennoch anspruchsvolles Album einzuspielen. Kurz gesagt liegt hier eine Scheibe vor, die so klingt, wie man es sich, als Heavy-Metal-Jünger, wünscht.

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