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Frankenbok: The Last Ditch Redemption

"Not in a Michael Jackson kinda way"
Wertung: 6.5/10
Genre: Modern Thrash Metal
Spielzeit: 29:33
Release: 25.04.2008
Label: Prime Cuts Music

Frankenbok ist eine australische Band, die mit „The Last Ditch Redemption“ schon auf ihre fünfte Veröffentlichung und viele Auftritte zurückschauen kann. Die Musiker haben sich die Bühne immerhin schon mit Bands wie Slayer, Machine Head, Soilwork, System of a Down, Fear Factory und vielen anderen geteilt. Großartig ist in diesem Zusammenhang auch der folgende Satz: „Frankenbok's speciality is All Ages shows coz they're in touch with their inner child and we're not talkin' in a Michael Jackson kinda way.“

Für diese gut halbstündige EP haben sich die fünf Australier auch ein Konzept überlegt. Inhaltlich geht es um einen Serienkiller, der im Gefängnis realisiert, welche Gräueltaten er begangen hat und sich daraufhin bessern will. Klingt nicht spektakulär? Ist es auch nicht wirklich, aber es ist ja die Musik, die zählt.

Wenn man es genau nimmt, besteht die EP nur aus vier Songs und fünf Hörspielpassagen, die die Story vorantreiben. Der erste Song „Dig“ bietet die übliche Kost aus modernem Thrash und ein wenig Metalcore und macht seine Sache gar nicht so schlecht. Die Produktion könnte etwas druckvoller sein, gibt aber allen Instrumenten ihren Freiraum und Sänger Danbok (alle Bandmitglieder tragen übrigens die Endsilbe „-bok“ im Namen) brüllt nicht stumpf monoton. Alles also ganz okay...und das ist auch das Problem. Es ist einfach so „okay“, dass man nichts darüber schreiben kann. Das Highlight des Songs ist klar das tolle Solo, das kongenial von einer Kettensäge untermalt wird.

„This Monster My Son“ ist melodischer gehalten und wartet auch mit klarem Gesang auf, der gut ins Ohr geht. Darüber hinaus hat der Song einen Chorus, der zwar unspektakulär daherkommt, aber nichtsdestotrotz hängen bleibt. Nicht übel, aber eben auch wieder dieses „okay“.

Wie man gutes Songwriting durch langweiligen Gesang herunterziehen kann, beweist „The Other Side Of Hell“ eindrucksvoll. Die Nummer an sich ist extrem groovig und macht beim Hören richtig Spaß. Wäre da nicht der Gesang, der sich mittlerweile eindeutig am Hardcore orientiert und das nichtmal besonders gut. Immerhin ist der Spuk schnell vorbei.

Der Titeltrack macht seine Sache um einiges besser. Der Song ist ebenfalls sehr groovig ausgefallen, ist aber teilweise mit Clean Vocals veredelt worden. Gut, „veredelt“ ist das falsche Wort, aber hier zeigt sich das Potential der Band am deutlichsten. Als musikalische Referenz für dieses Lied kann man gut Black Label Society heranziehen, denen „The Last Ditch Redemption“ bestimmt auch gut zu Gesicht stehen würde.

Fazit: Eine Platte, die keinem weh tut und sogar mit einem richtig guten Song aufwarten kann. Die Hörspieleinlagen stören den Fluss der Platte nur minimal, da sie allesamt sehr kurz gehalten sind. Groß auf sich aufmerksam machen werden Frankenbok mit „The Last Ditch Redemption“ aber sicherlich nicht.

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