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Fortune Drives To Vegas: Gallowscale

Never change a winning team
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 19:49
Release: 27.04.2018
Label: Eigenproduktion

Die pfälzische Core-Combo Fortune Drives To Vegas ist mit ihrer neuen EP „Gallowscale“ mal wieder in eigener Sache unterwegs, auf die Unterstützung eines Labels können die Herrschaften sich nämlich trotz der glänzenden letzten Scheibe „Keyseeker“ noch immer nicht verlassen – vielleicht wollen die Jungs das aber auch gar nicht, steht die DIY-Mentalität doch in der Szene hoch im Kurs und es schwätzt einem niemand in seine Arbeit hinein.

Auch ohne professionelles Label im Rücken bringt die Truppe ihre Schäfchen gut ins Trockene, mehr als drei Jahre ist die letzte EP zwar schon her, dafür reiht sich „Galloscale“ zumindest optisch schon mal nahtlos ein. Sänger Pascal scheint im Vergleich zur letzten Veröffentlichung zumindest stimmlich noch mal ein paar Pfunde zugelegt zu haben und wird wie gehabt durch Gitarrist Leon vornehmlich im Hintergrund mit Klargesang unterstützt. Altbekanntes Rezept also, das die Truppe aber immer wieder gut umsetzt.

Schon der Opener „Discordance“ weist den deftigen Weg, den die Band auch auf „Gallowscale“ wieder einschlägt; da pushen superfiese Growls den Hörer hoch bis sich im Refrain eine schüchterne Melodie einschleicht und auf hintergründigen Klargesang trifft – Texte wie „In the blackness of our hearts, we go blind in the darkness/There is no light“ tun dann ihr Übriges, um eine düstere Atmosphäre aufzubauen.

Das schwungvolle „Misery“ durfte vorneweg schon auf der Facebookseite der Jungs von Interessierten Probe gehört werden, hier geben sich Fortune Drives To Vegas im Refrain fast schon übermäßig melodisch, Pascals wütendes Gebell hält sich aber wacker im Hintergrund und wird schließlich von NIORs Frontschreier Arnold Karapiperidis abgelöst, der deutlich heiserer klingt als sein Kollege und so einen schönen Kontrapunkt setzt – ein echter Knaller, den man sich auch immer wieder anhören kann.

Gerade im finalen „Love/Embrace“ wird ein bisschen die Bremse angezogen, was eigentlich schade ist, denn Vollgas ist genau das, was Fortune Drives To Vegas am besten können. Trotzdem kann man sich „Gallowscale“ ohne Bedenken ins Regal stellen: Optisch schön gemacht, musikalisch ordentlichster Metalcore mit einem motivierten Instrumentalteam und einem brutal guten Sänger. Daran hat sich Gott sei Dank seit der letzten Veröffentlichung nichts geändert und sollten die Herrschaften nicht die Lust verlieren, darf das gerne noch ein paar Jahre so weiter gehen.

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