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Fortuna Ehrenfeld: Helm Ab Zum Gebet

Man endet am selben Punkt wie beim Vorgänger
Wertung: 5/10
Genre: Indie, Singer/Songwriter
Spielzeit: 38:26
Release: 10.05.2019
Label: Grand Hotel van Cleef

Gerade mal im Mittelfeld konnten sich Fortuna Ehrenfeld mit der letzten Scheibe „Hey Sexy“ platzieren, was zuweilen auch an der etwas fremdartigen Gesangesleistung von Singer/Songwriter/Alleinunterhalter Martin Bechler gelegen haben könnte, zuweilen aber auch Titeln wie „Der Puff von Barcelona“ geschuldet war. Mit „Helm ab zum Gebet“ meldete sich der Allrounder bereits im Mai diesen Jahres wieder zurück, ein bisschen Augenrollen und Bauchweh musste dann aber vor dem ersten Durchgang schon sein; schließlich hatte man noch schiefe Vocals und den Vibe von studentischen Kneipen im Hinterkopf, den man in seinem Alltag eher zu entgehen versucht.

Das Augenrollen wird schon beim Opener „Heiliges Fernweh“ überraschenderweise gestoppt, im ersten Durchlauf kann man sich schön fallenlassen in die Spoken-Word-Passagen mit hinterlegtem Electro-Beat; hat man sich dann bis zum Ende der Scheibe durchgeschlagen, fällt ziemlich deutlich auf, dass Fortuna Ehrenfeld den Opener-Beat auch für den finalen Song genutzt haben. Ein schöner Rahmen eigentlich, wenn da nicht solche Tracks wie „Das Ist Punk, Das Raffst Du Nie“ den Weg versperren würden, bei dem Bechler weibliche Unterstützung erhält, was unterm Strich ein bisschen klingt, als hätten Nina Hagen und Trio sich zugekokst und ein Baby gemacht. Das Augenrollen setzt wieder ein, die Kopfschmerzen kommen, und dem Sodbrennen muss erstmal mit einer Basetablette Einhalt geboten werden.

Überraschung Nummer zwei: Ein Stück wie das elektrisch aufgeladene und mit wahnsinnig minimalistischem Text ausgestattete „Hör Endlich Auf Zu Jammern“ kann dann sogar trotz oder gerade wegen wenig Text noch mal zum Anspieltipp aufsteigen, eignet sich die Mischung aus noisigem Geschredder und perlig-frischen Samples doch perfekt als Hintergrundsoundtrack.

Im Verlauf wird zweierlei klar: Bechler klingt zum Teil frappierend nach Herbert Grönemeyer („Helm Ab Zum Gebet“, „Die Welt In Teil“), und trotz teils cleverer Textpassagen ist die scheinbar sinnfreie Aneinanderreihung von Worten nicht immer hohe Kunst. Auch gerade mal zwei Anspieltipps auf einer Tracklist mit 13 Songs zu finden, pusht die Zähleranzeige für Fortuna Ehrenfeld jetzt nicht unbedingt nach oben.

Entsprechend steht man hier am selben Punkt wie bei der Vorgängerscheibe „Hey Sexy“: Obwohl der Titel der neuen Scheibe zwar ungleich cooler klingt (was sicherlich keine Herausforderung war), bleibt der fade Beigeschmack, den schon „Hey Sexy“ hinterlassen hatte, auch bei dieser knapp 40-minütigen akustischen Reise bestehen. Mein Vorschlag für die Genreänderung: Studentenmucke. Weiterhin nicht so richtig mein Fall, mehr als Mittelfeld ist (mal wieder) nicht drin.

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