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Forte Ruin: Rebuilding The Machinery

Uninspiriert und eine Verschwendung des Sängers
Wertung: 5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 22:38
Release: 09.03.2018
Label: Eigenproduktion

Zugegeben, die Skepsis lässt sich kaum verbergen, wenn man in einem Promowisch etwas von „Modern Metal“ oder „Melodic Metal“ liest – und dann schon halbwegs abgetörnt auch noch feststellt, dass die betreffende Band Keyboards verwendet (ja, ich weiß: Das ist ein tolles und vielseitiges Instrument, aber wir werden in diesem Leben trotzdem keine Freunde mehr). Die Herrschaften von Forte Ruin haben damit also schon zwei ganz klare Eigenschaften, mit denen die Schreiberin dieser Zeilen nicht zu begeistern ist, gleichzeitig verfügt der Sechser nicht nur über einen Sänger, sondern auch noch über drei Kollegen, die eigentlich andere Instrumente bedienen, aber gleichzeitig auch noch für die Backing Vocals zuständig sind. Aus der Erfahrung heraus meist ein schlechtes Zeichen, außer bei Punkbands.

Dennoch: Die Truppe kommt aus Finnland, dem Nabel der Metalwelt, was an sich schon mal nicht schlecht anmutet, Sänger Arttu hat außerdem ein ganz passables Organ vorzuweisen, des Weiteren handelt es sich bei „Rebuilding The Machinery“ entgegen dem Titel um eine Debüt-EP – man sollte den Jungs also eine Chance geben.

Schon beim Opener „Down In Perdition“ wird die Geduld erst mal auf eine harte Probe gestellt, gleich in der ersten Minute wird man erschlagen von einem Keyboardteppich, überraschend positiv aber können die Shouts abgerechnet werden und der klar gesungene Refrain zaubert dann sogar ein Lächeln auf das Gesicht des Hörers, muss man doch an eine Mischung aus Fear Factory und Poisonblack denken: Eine angenehme, raue Stimme, unterlegt mit einem epischem Soundteppich.

Nach einem verhältnismäßig starken Einstieg geht es dann leider recht schwach weiter. Dünne Gesangsspuren von einem der Backing-Vocalisten, überdrehte Samples, und gut gemachte Gitarren, die aber leider so gar nicht ins Bild passen – da kann man schon mal recht flott ins Zweifeln kommen.

„Electric Frames“ bietet trotz unsäglichem Keyboardgepiepse nochmal einen kurzen Lichtblick, die Shouts kommen knackig durch die Boxen, auch der etwas nasale Klargesang im Refrain zeigt sich wieder nach einem ähnlichen Schema wie beim Opener, der Rest der Band wirkt aber einfach wieder zu hysterisch, zu unkoordiniert und scheint allgemein in der Mittelmäßigkeit zu versumpfen. Die kurze eingebaute Jamsession, die eher an die frühen Achtziger denken lässt, tut sicherlich ihr Übriges, um den Hörer zu irritieren, nicht aber zu begeistern.

Wirklich schade ist es vor allem um Sänger Arttu, denn der Mann hat ordentlich Potential, das hier unter Belanglosigkeiten und unnötigen Fills begraben wird. Wir reden hier nicht nur vom Keyboard, auch die Drums wirken irgendwie uninspiriert; nähme man sämtliche Instrumentalparts, könne man sicherlich feststellen, dass man all diese bereits irgendwo bei anderen Bands gehört hätte – nur besser, durchdachter und vor allem spannender, da zählt auch die Ausrede der Debüt-EP nicht. Welpenschutz kann man hier nur bedingt geben – über die Mittellinie schaffen die Finnen es mit „Rebuilding The Machinery“ jedenfalls nicht.

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