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Forever The Fallen: Convictions

Eine Demo, die viele Hochglanzproduktionen meilenweit hinter sich lässt
Wertung: 10/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 21:00
Release: 20.09.2008
Label: Eigenproduktion

Forever The Fallen haben zwar noch keinen Plattenvertrag, haben sich jedoch schon mit ihrer in Eigenregie veröffentlichten EP „Convictions“ direkt zu einer meiner Lieblingsbands entwickelt. Insgesamt sieben Songs, darunter zwei Instrumentals, werden zum fairen Preis von 7$ geboten, bei iTunes und anderen Plattformen bezahlt man sogar noch weniger für diese Metalcore-Meisterleistung.

„The Aftermath“ heißt der Opener der Scheibe und direkt geben sich brutale Screams und Growls mit klarem Lead-Gesang abwechselnd die Klinke in die Hand. Die Riffs treiben nicht nur diesen, sondern sämtliche Songs unhaltbar voran, die verschiedenen Gesangstechniken harmonieren in Kombination großartig miteinander und man sucht auf der MySpace-Seite der Band die Songtexte um aus voller Kehle mitsingen und –schreien zu können. Allerdings ist dieser an sich schon phänomenale Track noch nichts im Vergleich zu „Cry Wolf“. Die Riffs sind ähnlich treibend, das Schlagzeug erzeugt eine ungeheure Spannung die sich in den fantastischen Vocals immer wieder entlädt und auch wieder neu aufbaut. Besonders hervorzuheben sind die klaren Solo-Passagen der Gitarre, die besonders am Ende des Songs immer dominanter werden und ein absolut episches Finale darbieten, wie ich es selten gehört habe.

Mit „I Have Lived A 1000 Years“ präsentiert man das erste, knapp einminütige Instrumental, das mit groovenden Rhythmen beginnt, bis anschließend eine Rhythmus-Gitarre einsetzt, die den Track nahtlos in den nächsten Song „Even The End“ übergehen lässt: Hier hört man erneut groovende Riffs, etwas mehr Bassdrum als zuvor und klarere Grenzen zwischen aggressiven Screaming und klaren Hooklines, die sich erst im Refrain erneut verbinden. Auch einige starke Breakdowns werden im weiteren Verlauf eingebracht, die jedoch nicht dermaßen übersteigert werden, dass der rote Faden des Songs verloren geht, wie es bei einigen anderen Bands leider oft der Fall ist. Im Anschluss folgt mit „For I Am The Phoenix“ das nächste Ein-Minuten-Instrumental, bevor man mit „Walls And Deciphers“ den nächsten Übersong präsentiert, der erneut in einem gänzlich überwältigen Finale seinen Ausklang findet. Im Übrigen sind einige Bridges, in denen man vornehmlich das Schlagzeug vernimmt eine Fortsetzung des zuvor gespielten Instrumentals.

Zu guter Letzt schickt die Band mit „Greenlights Electric Ocean“ den letzten Song ins Rennen, der besonders durch das abwechselnd harmonische und aggressiv-treibende Riffing besticht. Das Mastering der CD ist ohne Probleme sehr gut anzuhören, jedoch noch nicht vergleichbar mit vielen Hochglanzproduktionen – allerdings muss man sagen, dass der recht raue Klang der Band unfassbar gut zu Gesichte steht. Viele Metalcore-Bands mit Vertrag könnten sich von diesen fünf Jungs mehr als nur eine Scheibe abschneiden!

„Convictions“ wird mich bestimmt noch viele, viele Jahre begleiten; eine uneingeschränkt überzeugende CD, die leider viel zu schnell vorbei ist, denn bei der Klasse der Songs möchte man diese andauernd und ohne Ende weiterhören. Besonders gute Songs erkennt man in der Regel daran, dass man nicht anders kann als Luft-Gitarre oder –Schlagzeug zu spielen – und genau dieses Verlangen packt einen bei Forever The Fallen jedes mal aufs Neue. Wer Metalcore auch nur ansatzweise mag und hier nicht reinhört, ist selbst schuld – vor allem, da man die komplette EP auf MySpace streamen kann.

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