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Forever Still: Tied Down

Da bahnt sich was an...
Wertung: 7,5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 34:29
Release: 15.01.2016
Label: Independent

Mit Evanescence, Halestorm, Nightwish, Lacuna Coil, und unzähligen weiteren Bands ist das Genre “Female Fronted Hardrock” so schlecht nicht aufgestellt. Mit Forever Still schickt sich nun ein weiterer Act an, das Zepter weiter zu tragen. Dabei können sich die drei Dänen (live sind sie zu viert) auf Produzent Flemming Rasmussen verlassen, der bei seiner Arbeit mit Metallica („Ride The Lightening“, „Master of Puppets“ und „…And Justice For All“) unter Beweis gestellt hat, dass er sein Handwerk versteht. Das Debütalbum der Band nennt sich „Tied Down“, erzählt im Konzeptformat den Kampf der Protagonistin gegen Depression und Minderwertigkeitskomplexe, und besteht aus drei im letzten Jahr einzeln veröffentlichten EPs.

Der Albumopener hört auf den Namen „Scars“ und eröffnet die Scheibe mit einem groovenden Riff, welches aber schnell in den Hintergrund rückt, sobald Frontfrau Maja Schønning zum Zuge kommt. Diese bekommt gleich bei der ersten Nummer die Chance ihr komplettes Stimmvolumen unter Beweis zu stellen, welches von kristallklarem Klargesang bis hin zu aggressiven Shouts reicht. Ob der Song gesangstechnisch in dieser Form auch live umzusetzen ist, bleibt zwar fraglich, auf CD gepresst macht sich das Ganze aber schon ganz gut. Auch wenn Fronterin Maya schwer aus dem Rampenlicht zu drängen ist, die nächste Nummer kann vor allem mit fein ausgearbeiteten Dynamikwechseln punkten, bevor mit „Miss Madness“ die erste Powerballade auf den Hörer hereinrollt.

„Awake The Fire“ lebt dann wieder von der atemberaubenden Gesangsperformance, die von einer soliden, aber bei Weitem nicht atemberaubenden, Instrumentalisierung unterstützt wird. „Breathe In“ beginnt heavy, rutscht aber vor allem mit seinem getragenen Refrain schnell in die atmosphärische Schiene ab. „Save Me“ rundet dann die zweite EP ab, und ist ähnlich wie auf der ersten EP die ruhigste Nummer dieses Abschnittes.

Das letzte Drittel der Scheibe beginnt mit „Your Light“, einer recht dunklen Nummer, die, ähnlich wie „Once Upon A Nightmare“, vor allem auf atmosphärische Weise punkten kann und ein nettes Finale bietet, bevor der Song langsam ausfaded. Atmosphärisch bleibt es auch weiterhin, zum Ende des Albums schrauben die Dänen den Riffanteil nämlich noch ein bisschen herunter, um die Fronterin zur vollen Entfaltung kommen zu lassen. Denkt man zumindest, bis der Titeltrack angerollt kommt, der das Album mit seinen Dynamikwechseln und einem heavy Riff würdig beendet.

Insgesamt ist „Tied Down“ zwar kein Meisterwerk, aber auch wenn einige der Refrains ein bisschen zu blass wirken, schaffen die Dänen mit ihrer Debütlangrille ein atmosphärisches Rockalbum, dass sich so nicht zu verstecken braucht. Ein bisschen mehr Abwechslung sowie eine detailverliebtere Instrumentalisierung hätten die Punktzahl sicher nicht gedrückt, manchmal ist weniger aber vermutlich mehr und „Tied Down“ ist schon allein um Maya Schønning’s Willen ein Antesten wert.

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