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Forever Never: Aporia

Zur Zukunft des Metals gehört weit mehr als das hier
Wertung: 5.5/10
Genre: Alternative Metal
Spielzeit: 52:32
Release: 01.05.2005
Label: Copro Productions

Die Briten von Forever Never konnten mich im Januar live, als sie zusammen mit Madina Lake auf Tour waren, ziemlich begeistern. Diese gnadenlose und zugleich verdammt melodische Mucke haben sie auch auf ihrem Debüt „Aporia“ zu bieten. Und eben dieses Album scheint mich innerlich zu entzweien. Ich will es lieben; will mir in den harten Momenten die Seele aus dem Leib bangen. Doch dann kommen die Augenblicke, in denen die Härte verschwindet und mit den cleanen Vocals die andere Seite der Jungs zum Vorschein kommt. Doch genau diese Wechsel sind es, die vielleicht zu krass sind oder vielleicht wollen die Jungs auch zu viel auf einmal …

Ich könnte mir sehr, sehr gut vorstellen, dass die Jungs einen erstklassigen Metalcore-Song parat hätten, wenn sie z.B. von „Better The Epic“ nur die Passagen genommen hätten, in denen es richtig zur Sache geht. Denn die eingestreuten Parts, in denen der Cleangesang dominiert, sind gelinde gesagt, belanglos. Diesen Parts fehlt etwas, das allerdings auch ich nicht vermag, in Worte zu fassen.

Nach diesem Schema geht es in jedem einzelnen der 12 Songs vonstatten. Die Jungs sind begnadete Musiker, da gibt es nichts zu bemängeln. Die Gitarrensoli sind schon erstligareif und auch das Drumming lässt keine Wünsche offen. Aber es heißt nicht umsonst „Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen“. Diese Rhythmuswechsel haben die Briten zwar anscheinend ziemlich gern, allerdings will gerade dort der Funke zum Hörer nicht so ganz überspringen. „0707“ erscheint diesbezüglich geradezu verwässert.

Der Grundtenor der restlichen Songs ist insgesamt gesehen generell dergleiche. Es gibt keinerlei Überraschungen mehr zu verzeichnen, bis man die fünfzig Minuten hinter sich gebracht hat. Aufgrund des Überangebots wirkt die cleane Stimme bis zum Albenende dann zu allem Übel auch noch zunehmend nervig.

Die Produktion ist klar, druckvoll und fett. Alles im grünen Bereich also. Hier gibt es nichts auszusetzen. Auch die Spielzeit von über 50 Minuten ist vollends zufriedenstellend. Wie dann allerdings diese fünfzig Minuten gefüllt werden, ist ein anderes Thema.

Die Krux von Forever Never scheint zu sein, dass sie zwar einerseits voll und ganz in ihren harten Passagen aufgehen, aber im Gegenzug dann in den ruhigen Momenten ziemlich schnell Gefahr laufen, dass der Hörer mit einem langsam heraufschleichenden Gefühl von Langeweile beginnt, sich abzuwenden. Scheint so, als könnten sie sich nicht entscheiden, den einen Schritt in die entscheidende Richtung zu gehen. Zu wechselhaft klingt das Endergebnis. Vielleicht würden die Songs besser wirken, wenn der melodisch gesungene Anteil zukünftig deutlich gedrosselt wird.

Fazit: Ich habe bei dieser Scheibe absolut gemischte Gefühle. Gefallen finde durchaus ich an den harten Parts, in denen die Jungs so richtig vom Leder ziehen. Die konträren Passagen allerdings langweilen leider Gottes ziemlich schnell und dann auch recht penetrant. Eventuell könnten die Jungs eher punkten, wenn sie konsequenter in eine bestimmte Richtung gehen würden.

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