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Forest Silence: Philosophy Of Winter

Tristesse im Winter
Wertung: 6.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 35:54
Release: 01.12.2006
Label: Candlelight Records

Ungarn-Exkurs - Inhalt Forest Of Silence. Diese unsere Ungarn-Exkursion führt uns in tiefe, dunkle Wälder zur Winterzeit – und das optimalerweise bei tiefer, dunkler Nacht.

Sear Bliss-Keyboarder Winter scheint ein Faible zu haben für die dunkle Jahreszeit, die natürlich in den Tiefen der Wälder ihren ganz besonderen Reiz versprüht. Daher gründete er anno 1997 Forest Silence als Side-Projekt.

Hier auf „Philosophy Of Winter“ finden wir Black Metal im Midtempo. Die Songs, die sich alle weit jenseits der Fünf-Minuten-Marke bewegen, weisen gut durchdachte Songstrukturen auf. Will heissen, dass die Jungs es stets hinbekommen, den Spannungsbogen in den Songs bestmöglich zu spannen. Herausgekommen sind hierbei fünf epische Hymnen, die einen selbst in diesen lauen Dezembertagen zum Frieren bringen.

Wer die schnellere Gangart des Black Metal bevorzugt, den muss ich leider an dieser Stelle enttäuschen mit den Worten “is´nich“. Winter´s Gesang bettet sich wunderbar in das stimmungsgeladene Gesamtgefüge ein und sorgt für weitere Frostigkeit in den Songs.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass das Keyboard hier zwar eine wichtige Rolle spielt, aber es kommt an keiner Stelle zu wulstigen oder kitschig wirkenden Passagen. Vielmehr dient das Keyboard zur Stimmungserzeugung und –vertiefung. Das Hauptaugenmerk des Sounds liegt auf jeden Fall bei den Gitarrenklängen.

Kommen wir nun zu dem Problem, mit dem ich diese Scheibe belastet sehe. Einzeln für sich betrachtet, erzeugt jeder Song eine schöne bedrohliche, eben Black Metal-typische Stimmung. Das Problem ist jedoch, dass keiner der fünf Songs irgendwie aus der Masse herauszustechen vermag.

„Spirits Of The Winds“ beginnt wenigstens mit einem Riff, das man nach mehrmaligem Hören sofort wieder erkennt. Auch das Intro von „At The Dawning Of Chaos“ beginnt so, wie ich mir das bei richtig epischen Black Metal-Hymnen immer wünsche.

Der Titeltrack „Philosophy Of Winter“ beginnt richtig schön wuchtig. Da wünscht man sich mehr von diesen heftigen Momenten wie ganz eingangs dieses Songs … Dieser Song zeigt gegen Ende ab dem mit dem Keyboard eingeleiteten Part auch wieder, dass die Jungs durchaus dazu in der Lage sind, ihre Songs abwechslungsreicher zu gestalten ... Mehr davon! Die eigentlich guten Songs laufen so nämlich leider Gefahr, dass man sich während des Durchlaufs fragt, ob der Song, der gerade läuft, noch der eine ist oder schon der nächste.

Und qualitativ zeigen die Jungs doch, dass sie es drauf haben. Woran es hapert, ist wirklich einzig und allein die Variabilität. Auch bei einem vorgegebenen Hauptthema wie dem Konzept „Winter“ könnte man es doch vielleicht ein wenig variabler zur Sache gehen lassen.

Fazit: Die Band sollte an der Variabilität ihres Materials arbeiten. Für sich genommen sind die Songs einzeln durchaus hörenswert, aber er herrscht ein bissel zuwenig Abwechslung.

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