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Forbidden Seasons: Promise

Zwar von Grund auf solide, aber nur bedingt spannend
Wertung: 7/10
Genre: Post-Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 37:53
Release: 16.03.2018
Label: This Is Core Records

Die Italiener Forbidden Seasons scheinen zumindest in ihrer Heimat genug Fans gesammelt zu haben, um sicherzustellen, dass ihr Full-Length-Debüt „Promise“ sehnlichst erwartet werden konnte – hier in Deutschland hat sich die Band bisher doch eher bedeckt gehalten, veröffentlichte nun aber bereits Mitte Mai den Erstling via This Is Core Records. Bei italienischen Corebands darf man ja immer ein bisschen skeptisch sein, was hier aber an Metal- und Post-Hardcore geboten wird, klingt zumindest bei der ersten Umdrehung schon mal alles andere als pathetisch und verkopft.

Die Italiener orientieren sich augenscheinlich in erster Linie an amerikanischen und auch britischen Vorbildern, bringen Anteile von Alesana, Emarosa, aber auch Bands wie TesseracT mit ein, und punkten hierbei vor allem mit Sänger Mark, der von tiefen Growls über klassisches Metalcore-Shouting bis hin zu hohem Gesang die ganze Bandbreite dessen beherrscht, was ein Coresänger können sollte. Gerade die höheren Vocals bleiben da zwar oftmals Geschmackssache, passen aber trotzdem zu dem teils steril-progressiven Stil der Band.

Dabei fahren Forbidden Seasons ein zweischneidiges Schwert: Songs wie das übertrieben chaotisch gestaltete „Sorrow Won‘t End“ mit seinem Kreisch-Refrain fallen da eher der Skiptaste zum Opfer, während „Keys And Locks“ beispielsweise zwar sehr gewöhnungsbedürftige Samples sein Eigen nennt, dafür aber einige ordentliche Ausraster zu bieten hat und gerade auch der Opener „Atlantis“ zwar mit einigen Klischees spielt, aber einen mehr als passablen Einstand bietet.

Das vorab bereits veröffentlichte „Thank You For The Venom“ markiert dann den ersten Anspieltipp für „Promise“, auch hier lassen sich im Hintergrund klirrende Samples erkennen – warum selbige noch mit unter den Klangteppich gemischt wurden, erschließt sich mir nicht, dafür knallt der Track aber ansonsten sehr schön und bietet außerdem einen ohrwurmigen Refrain. Auch „Wormhole“ steht seit Kurzem für die Fans als Video bereit, hat einen deutlich alternativeren Touch schon allein in den einleitenden Gitarren und schippert eher Richtung Emocore. Auch das folgende „The Human“ weiß auf ganzer Linie zu überzeugen, angefangen mit dem unheilschwangeren Intro, das in melodische Gitarren gipfelt bis zum mitreißenden, klar gesungenen Refrain. Hier zeigen Forbidden Seaons endgültig was sie können – nur schade, dass diese Momente sich auf „Promise“ nicht gerade übermäßig häufen.

Zwar gibt die italienische Combo sich alle Mühe, frisch und frei von der Leber weg einen progressiv inspirierten Metalcore zu präsentieren, streckenweise klingt das Ganze aber ein wenig angestrengt und uninspiriert – dabei leisten die Jungs technisch sehr gute Arbeit, nur der Wiedererkennungswert geht gelegentlich den Bach runter. Ob man Forbidden Seasons unter Dutzenden anderen Bands desselben Stils raushören würde, bleibt zu bezweifeln. Insgesamt ist „Promise“ aber durchaus solide geworden.

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