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For Buried Hopes: A Thousand Bridges To Cross

Atemberaubend.
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 25:08
Release: 01.09.2010
Label: Eigenproduktion

For Buried Hopes sind der Inbegriff einer aufstrebenden Band – die Mitglieder teils noch nicht mal 20 Jahre alt, die Band existiert kaum ein ganzes Jahr und dennoch kann man bereits jetzt voller Stolz eine ansehnliche Fanbasis, erfolgreiche Konzerte und eine professionell produzierte Debüt-EP vorweisen.

Die Demo-EP „A Thousand Bridges To Cross“, für deren Mastering sich im Übrigen niemand geringeres als Mat Laperle vom Red Dusk Studio (Blind Witness, Disfigured Elegance) verantwortlich zeigt, verspricht fünf energetische und technisch anspruchsvolle Metalcore-Kracher, verpackt in einen starken und druckvollen Sound. Mit dem Opener „Undisputed“ zeigt die Band direkt, womit man es hier zu tun hat und präsentiert einen enorm energetischen Nackenbrecher, der mit brachialen Breakdowns Aggression und Energie anläuft und durch technisch sehr versierte Instrumentalarbeit immer mehr und mehr Spannung aufzubauen weiß, die letztlich in den genialen Gitarrenmelodien und den wütenden Vocals ihren Höhepunkt finden. Beim nächsten Track, der ähnlich wie der Opener beginnt und drückende Breakdowns mit schiebendem Drumming und raffinierter Saitenarbeit kombiniert, zeigt die Band dann Mut zum Experimentieren und offenbart eine verspieltere Seite, so kann man zum Ende hin Pianoklänge vernehmen kann, die das epische Finale perfekt unterstützen.

Wert auf Abwechslungsreichtum im Songwriting haben die fünf Jungs aus Frankreich ebenfalls gelegt, so überzeugt der Track „Sins Of Sybaris“ mit cleveren Tempowechseln und rhythmischen Spielereien, die jedoch niemals so ausarten, dass es egoistisch wirkt, sondern immer dem Gesamtbild des Songs dienen, dass sich hier nahezu in Perfektion zeigt – die Breaks, die Melodiefolgen, die Gangshouts zum Ende hin, all das wirkt perfekt aufeinander abgestimmt und so ausgeklügelt, als würde diese Band bereits seit Jahrzehnten gemeinsam spielen.

Während die Songs auf der einen Seite stark an technisch sehr versierte Metalcore-Acts wie August Burns Red oder Texas In July erinnern, haben For Buried Hopes aber immer einen individuellen Touch in ihren Stücken, der sich nur schwer beschreiben lässt – es ist gewissermaßen eine junge Verspieltheit. Mal macht man wie zum Ende des Stückes „Perseids“ Gebrauch von For The Fallen Dreams-Riffs oder erinnert an brutale Momente von Blind Witness, um im nächsten Moment dann Pianoklänge durch die Boxen zu schicken oder, wie bei dem Rausschmeißer „You Vs. Honesty“ geschehen, urplötzlich mit einer klaren und einprägsamen, zwar technisch nachbearbeiteten, aber dennoch stark gesungenen Hookline zu überraschen.

Wenn die Band es von nun an richtig anpackt und verdientermaßen ein gutes Label findet, dann habe ich keinerlei Zweifel daran, dass man von For Buried Hopes mit Sicherheit noch so einiges hören wird – Talent, Können, Kreativität, all das ist vorhanden. Das hat diese junge Band mit ihrer EP mehr als deutlich unter Beweis bestellt; jeder Fan von anspruchsvollem Metalcore sollte hier mal reinhören und sobald es geht zuschlagen und die EP kaufen.

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