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Fogelscheuche: X Folkinstrumentals

Ein zuweilen langatmiges Folk- bzw. Folk Rock-Album mit sympathischen Höhepunkten
Wertung: 6/10
Genre: Folk Rock
Spielzeit: 50:1
Release: 01.01.2008
Label: Eigenproduktion

Fogelscheuche – hinter diesem Folk-Projekt steht in erster Linie der Bonner Volker „Folka“ Lindner in Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Ralf Schläger. Ihr Album „X Folkinstrumetals“ enthält, titelgetreu, 10 Tracks plus einen Bonustrack, von denen allerdings einer, „Pyöräthtälä - Die Flucht“, mit einer kurzen Gesangspassage aufwartet.

Der Sound von „Fogelscheuche“ ist im ersten Moment sicherlich stark gewöhnungsbedürftig, auch für Menschen, die sich im Gebiet des Folkrocks bewegen – das Album verlangt dem Hörer Stehvermögen ab. Bedingt ist dies durch den sehr komplexen Aufbau der Songs, die teilweise sehr schleppend beginnen und ebenso verlaufen und zu einem kleinen Teil auch die Gesamtwirkung der Musik, der man etappenweise, dank einiger Unstimmigkeiten, deutlich anhört, dass es sich um eine Eigenproduktion handelt.

Der erste Track des Albums, „Shirazula Marazula“, fordert dem Hörer bereits eine Geduldsprobe ab: Eineinhalb Minuten lang wird hier einem langsamen Folk-Riff gefrönt, bei dem Disharmonien zwischen den einzelnen Stimmen auffallen. Konzentriert man sich ausschließlich auf die Musik, so scheint die Zeit in die Länge gezogen zu werden, Fogelscheuche verspielen hier eventuell schon die Sympathien der Hörer.

„Pyöräthtälä - Die Flucht“, das dritte Lied, hat zu Anfang dasselbe Problem: Der Song entwickelt sich schleppend, auch scheinen die verschiedenen Instrumente nicht vollends aufeinander abgestimmt zu sein. Gibt man dem Song jedoch ein wenig Zeit, so offenbaren sich dem Hörer eine Reihe interessanter Folk-Melodien und –Riffs, die Kanten in der Produktion treten in den Hintergrund. Dieser Track geht über die 10 Minuten-Marke hinaus – jedoch fehlt ihm ein echter „roter Faden“ zur Orientierung; die unterschiedlichen Teile könnten genauso gut mehrere verschiedene Songs repräsentieren.

Einen der beiden Höhepunkte der CD stellt das nach der Band benannte „Fogelscheuche“ dar: Auf etwas unter 3 Minuten Länge spielen die Musiker hier mit Folk- und Rock-Instrumenten, die mal im Wechsel spielen, dann aber auch wieder zusammen. Diese Abwechslung wirkt insgesamt sehr stimmig und überdacht, die Riffs wirken interessant und lebendig.

Der zweite der angesprochenen Höhepunkte ist das Stück „Duslige Magie“. Beginnend ausschließlich mit verzerrtem Bass und ebenso behandelter Gitarre unter Hinzunahme des Schlagzeugs, entwickelt der Song nach kurzer Zeit einen Charakter, den man fast schon mit der Bezeichnung „Irish Independent Speedfolk“ versehen könnte.

„X Folkinstrumentals“ ist ein zuweilen langatmiges Folk- bzw. Folk Rock-Album, welches allerdings auch über sympathische Höhepunkte verfügt. Die Tatsache, dass es sich um eine Eigenproduktion handelt, erklärt die immer wieder anzutreffenden Unstimmigkeiten der Songs, darüber hinwegsehen kann man deswegen allerdings nicht völlig.

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