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F.O.D.: Maschinentanz

F.O.D. bringen Maschinen zum Tanzen und haben mit Eva Poelzing eine tolle Unterstützung
Wertung: 9/10
Genre: EBM
Spielzeit: 47:01
Release: 26.11.2010
Label: Out Of Line

Es ist nun das zweite Album der EBM-Truppe F.O.D. und in der Zwischenzeit haben sie sich gesanglich mit der ehemaligen Sängerin von Blutengel Eva Poelzing verstärkt.

Ganze zwölf Songs hat das Album „Maschinentanz“ im Gepäck und es geht direkt zügig los. „Dirty Pop“ zeigt auf, das F.O.D. genau wissen, was sie bedienen. Sie haben sich für eine Mischung aus Synthpop und EBM entschieden, das lässt sich dann natürlich auch als schmutzigen Pop beschreiben. Aber schmutzig ist nur, wenn man es mit der rosaroten Brille eines Popanhängers anhört. Denn was hier geliefert wird, sind tanzbare Rhythmen, die untermalt von klarem Gesang, Lust auf den nächsten Clubabend machen.

„Kreuzritter“ bemächtigt sich der deutschen Sprache und ist eine Spur ruhiger als noch der erste Song. Hier wird die blutige Geschichte der Kreuzritter beschrieben, die auf dem Weg Königreiche zum Einsturz brachten. Der Ausritt in die Geschichte ist gekennzeichnet von melodischen Beats, die für die Thematik, die besprochen wird, teilweise zu ruhig sind.

Im dritten Song „Angels“ hat Eva ihren ersten Gesangspart, der über ein paar eingeworfene Töne (wie in „Dirty Pop“) hinaus geht. Wer die Sängerin noch von Blutengel kennt, weiß um ihre Klasse. Und genau diese Klasse bringt sie hier hervor. Der Song wirkt durch ihre engelsgleiche Stimme noch authentischer. Der nächste Song erinnert ganz stark an Frozen Plasmas Song „Tanz Die Revolution“. Der Ohrwurm dringt langsam ins innere des Ohres vor und klettet sich fest. Das Tanzbein lässt sich ab diesem Song nicht mehr beruhigen.

Der Titelsong scheint viel zu ruhig für das, was der Titel einem zu versprechen versucht. Klare, aber ruhigere Rhythmen und eine Stimme, die davon erzählt, dass es „kein Halten“ mehr gibt. Das scheint sich komplett zu widersprechen und überlegt man weiter, ist es doch genau das, was auch der Titel verspricht. Tanzende Maschinen, das ist schon der Widerspruch Nummer zwei in sich.

Die Gesellschaft bekommt bei F.O.D. auch ihr Fett weg und zwar in Form des Songs „Burnout“, welches derzeit die Hip-Krankheit der „Erfolgreichen“ zu sein scheit. Heute ist man nicht mehr erschöpft, heute hat man direkt ein „Burnout“. Aufstehen und sich auf das Wichtige besinnen verdeutlicht der Song durch den monotonen Rhythmus.
Eva Poelzing unterstützt dann erneut bei dem Song „I Know“ und bestätigt den ersten positiven Eindruck. Die Zusammenarbeit ist mehr als fruchtbar und sollte in Zukunft beibehalten werden. F.O.D. werden so facettenreicher.

Durch „Schlaflied“ bekommt „Maschinentanz“ einen Abschluss, wie das Album es verdient hat: Eine Ballade, die ihres gleichen im Sektor Synthpop sucht, ein Song, der nach einer durchtanzten Nacht zum Runterkommen genutzt werden muss. Ein reines Schlaflied ist es dann nicht, denn der Text ist eine Erinnerung an den Meister Edgar Allan Poe und den Raben Nimmermehr. Der letzte Schlaf, von dem es kein Erwachen mehr gibt.

Auch im zweiten Album sind F.O.D. die Ideen nicht ausgegangen und mit „Maschinentanz“ präsentieren sie ein lupenreines Synthpop-/EBM-Album, welches absolut vorzeigbar ist und die Gliedmaßen zu konsequenten Bewegungen animiert. F.O.D. zeigen, dass sie zwölf Tracks veröffentlichen, die nicht gleich klingen, sondern alle Facetten aufweisen, um ein Album interessant zu gestalten.

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