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F.O.B.: Reap What You Sow

Kein großer Wurf
Wertung: 4,5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 35:12
Release: 01.03.2013
Label: Metalgate Records

Leider ist der metallische Zeitgeist auch an den einstigen Death/Thrash-Qualitätsgaranten von F.O.B. vorübergegangen. Nachdem die tschechische Band in den vergangenen Jahren einige wirklich anständige Kaliber abfeuern konnte, hat sich das Quintett zum Release der neuen Scheibe noch einmal komplett neu sortiert. Statt rauen Uptempo-Abfahrten gibt es nun den Kontrast aus deftigen Grooves und melodischen Refrains – oder anders gesagt: aus Todesblei der alten Schule wurde postwendend vereinheitlichter Metalcore.

Dabei will man eigentlich gar nicht so sehr auf "Reap What You Sow" herumhacken, denn die Melodien in den Refrains gehen okay, die Kontraste sind einigermaßen gut herausgearbeitet, und man hat auch nicht den Eindruck, als würden sich F.O.B. stilistisch in absolutes Neuland begeben. Doch die Austauschbarkeit jedes einzelnen Songs macht die Platte zu einem ungleich schwierigeren Unterfangen. Man könnte im Stegreif mindestens ein Dutzend Bands aufzählen, die musikalisch deutliche Parallelen aufweisen, nur mit dem Unterschied, dass diese weitaus entschlossener ans Werk gehen als die Osteuropäer.

Man merkt dem tschechischen Fünfer seine dauerhafte Unsicherheit an, einerseits weil das Songwriting irgendwann mechanisch wird, andererseits aber auch, weil man mit den immer gleichen Mitteln zum Erfolg gelangen möchte. Ein einprägsamer Refrain wie der in "Time To Let Go" ist kein schlechtes Exempel für die Neuentwicklung des Bandsounds, er bleibt auch haften – doch wenn man sich in den darauf folgenden Nummern in dieser Hinsicht ständig wiederholt, ist die Luft schneller raus als man es wahrhaben möchte.

Und F.O.B. lassen gerade in der Schlusssequenz noch einmal mächtig Federn, weil es für den Death Metal zu lasch, für den Metalcore zu melodisch, für alles andere aber auch zu befremdlich ist, was die Band hier fabriziert. Man kann sich mit Teilen dieses Albums sicherlich anfreunden, gerade wenn man den Kontrast aus absoluter Härte und emotional vorgetragener Melodik mag. Aber unterm Strich ist "Reap What You Sow" dennoch ein fauler Kompromiss, dem es an Durchsetzungsvermögen, leider aber auch an Glaubwürdigkeit mangelt.

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