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Flotsam And Jetsam: Once In A Deathtime

DVD mit versteckten Schwächen
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 90:0
Release: 08.06.2008
Label: Metal Mind Prod.

Ihre mittlerweile dritte DVD werfen Flotsam und Jetsam mit “Once In A Deathtime” auf den Markt. Ob sich das wirklich gelohnt hat, muss der Fan entscheiden. Die Bild und Tonqualität lässt eigentlich keinen Spielraum, um irgendetwas zu bemängeln, denn es ist halt eine Metal Mind Produktion und die Leute verstehen was von ihrem Handwerk.

Ob nun allerdings ein Festival gerade der richtige Ort ist, eine Live DVD aufzunehmen, wenn man nicht gerade der Headliner ist, wegen dem die meisten Leute gekommen sind, dürfte wohl sehr fraglich sein. So will im Publikum nur bedingt Stimmung aufkommen. Die Interaktion der Band mit den Fans hält sich dann auch in Grenzen. Eigentlich übernimmt das fast nur der Frontmann, der beim Beginn vom Gassenhauer „I Live You Die“ auch von der Bühne steigt und mit den Leuten in den ersten Reihen abklatscht. Das kommt immer gut an.

Die Band rockt nach bestem Können und Puste, das steht außer Frage, aber sie sind halt auch nicht mehr die Jüngsten und so wirkt einiges doch auch ein wenig statisch. Basser Jason Ward versucht, mit seinem Cowboyhut cool zu wirken, erinnert allerdings teilweise an eine schwächere Version von James Hetfield. Dass gerade solch ein Vergleich etwas kritisch ist, scheint ihm egal zu sein. Denn Jason Newstead war es ja damals, welcher der Band größtenteils zu ihrem Ruhm verhalf mit dem Hammeralbum „Doomsday For The Deceiver“. Und kurz danach verließ er die Band Richtung Metallica.

Egal, Sänger Eric A.K. hat seine besseren Tage schon hinter sich und verzweifelt leider immer wieder an seinem eigenen Markenzeichen, den langgezogenen, hohen Screams. Das wirkt schon recht düster, wenn man merkt, dass mittendrin die Stimme wegzubrechen droht. Aber die „neueren“ Titel beherbergen diese Vocalakrobatik ja eh deutlich weniger. Trotzdem sind gerade die Songs aus der Anfangszeit die, welche für die richtige Stimmung sorgen: „Hammerhead“, „Doomsday For The Deceiver“ oder auch „I Live You Die“. Diese Tracks sind eh ein Pflichtprogramm für jeden Thrash oder Speed Metal Fan.

Die Kameraführung ist sehr gut, es kommt keine Hektik auf und das Agieren der Band wird ohne Probleme dargestellt. Die Lichtshow ist gut, wenngleich auch recht auswechselbar. Schade, dass die Band den Platz auf der Bühne nicht mehr ausnützt.

Aber kommen wir zu den Specials: Das Interview ist gut und nicht zu kurz. Man betont die Qualität der letzten Scheiben und erzählt auch so einiges Interessantes. Leider fehlen Untertitel, um den weniger englisch begabten Fans eine Hilfestellung zu geben. Trotzdem kann man die Antworten von Craig und Ed gut verstehen.

Eine Biographie ist auch in Englisch enthalten. Die Discographie ist, was die CD`s angeht, vollständig, wenngleich ich hier zumindest Soundsamples der einzelnen Lieder erwartet hätte. Dies wäre sicherlich interessant gewesen, aber wahrscheinlich auf Grund von Rechteproblemen zu kostspielig. So ist das eher uninteressant und man blättert sich durch Tracklist und Credits und erlebt bei jedem Blättern einen Neustart der eingespielten Musik. Ne, das muss, oder besser darf so nicht sein.

Die Fotogalerie ist dann leider auch mehr als Totalausfall zu werten. Man bekommt lauter Bilder der DVD zu sehen. Ganz zum Schluss gibt es dann noch 8 gestellte Bilder der Bandmitglieder, wovon auch eines für das Innencover der DVD gewählt wurde. Gähn, ein paar Schnappschüsse aus dem Backstagebereich oder aus dem Tourbus wären sicher interessanter gewesen.

Fazit: Für Fans unumgänglich, für den Rest eher nur dann interessant, wenn man die Band noch nicht so richtig kennt bzw. wenn man mal sehen will, wie es Flotsam & Jetsam anno 2008 geht. Ich für meinen Teil habe Spaß mit der DVD, da ich „Doomsday For The Receiver“ für eines der unumstößlichen Highlights der Metalszene halte. Schade, dass Jason nicht nach seinem Ausstieg bei Metallica wieder bei Flotsam & Jetsam eingestiegen ist und dort für neuen / alten Schwung gesorgt hat.

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