Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Florian Grey: Ritus

Mehr als nur Grau in Grau
Wertung: 6,5/10
Genre: Dark Rock
Spielzeit: 47:48
Release: 18.05.2018
Label: Echozone

Florian Grey- eine warme, klangvolle Stimme, die sowohl unter die Haut, als auch ein paar Handbreit unter gefühlt jegliche Notation geht. Mit „Ritus“ gibt es nun nach „Gone“ im vorletzten Jahr das zweite Studioalbum einer Band, welche ursprünglich als Soloprojekt begann.

Besagtes Album beginnt direkt mit einem nicht zu langsamen Ohrwurm: „Bluecifer- We Out Here“ bleibt einem (glücklicherweise) hartnäckig im Kopf hängen. Ein wenig geht die Stimme zwischen den eingängigen Gitarrenklängen dabei leider unter- dennoch ein rockiger und klangvoller Opener.

Recht ähnlich gestrickt, aber etwas vielschichtiger das folgende „We Go Down“, in welches sich hier und da ein Hauch von Blues mischt. Deutlich klangvoller und von musikalischer Seite her eine Nummer komplexer kommt dagegen die sich anschließende Ballade „Bereft“ rüber. Zwar schaltet dieses Stück in Sachen Spannung und Drama gleich ein paar Gänge runter, dafür entsteht dank der gut abgestimmten Instrumente und der zielgenau eingesetzten Effekte eine gelungene Ballade mit warmem und vollem Sound.

Kurz, kratzig und ohne jegliche überflüssige Dekoration präsentiert sich das darauf folgende „My Babylon“- ein einprägsamer Song mit hallender Stimme und griffigen Akkorden– sehr geeignet auch für nächtliche Autofahrten oder Vergleichbares. Gefolgt wird dieser durchaus partytaugliche Song vom ein ganzes Stück härteren „Growing Colder“.

Tiefenentspannt, allerdings mit ein paar Längen zwischendurch dagegen die Ballade „Glimmer-Save Me“. Hier vermisst man mitunter etwas den roten Faden, denn leider plätschert der Song trotz einprägsamer Melodien zwischendurch eher belanglos und ohne besondere Spannung dahin.

Ein jähes Aufwachen erwartet einen direkt im Anschluss mit „Relief“, welches mit mehr als ernstzunehmenden Riffs und einer gehörigen Portion Power aufwartet- an dieser Stelle der Tipp, hier doch einmal reinzuhören.

Nach einer kurzen Pause in Form des rein instrumentalen und sehr düsteren, fast sphärischen „Paraphrase“, welches beim Hörer unwillkürlich eine eher düstere Traumlandschaft vor dem inneren Auge auftauchen lässt, folgt mit dem Synthie beladenen Intro von „The Unknown Pleasure“ der Auftakt zu einem weiteren schnörkellos gehaltenen Song aus - allerdings nur die Tonlage betreffend - stimmlichen Untiefen.

Mit „A Cold Days Night“ legen Florian Grey eine weitere sehr gelungene Ballade vor, welche deutlich ausgereifter als die vorherigen wirkt - hier ein weiterer Tipp für den Hörer dieses Albums.

Aufgedreht wird im zum Abschluss danach aber auch noch einmal mit dem einprägsamen Song „Blood In A Shell“, bevor mit dem fast siebenminütigen „Catharsis - Closing Ceremony“ ein fast schon versöhnlicher Ausklang folgt.

Insgesamt ein sehr solides Album, welches stellenweise aber noch etwas einfach gestrickt rüberkommt und die eine oder andere Länge mitbringt. Dies sollte jedoch niemanden davon abhalten hier einmal reinzuhören - allein für die düster-melodische Stimme des Frontsängers lohnt es sich bereits. Von meiner Seite gibt es dafür 6,5 Punkte.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei