Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Fliehende Stürme: Warten Auf Raketen

Eine Mischung aus Wave und Punk mit Wiedererkennungswert
Wertung: 8/10
Genre: Dark Wave/Punk
Spielzeit: 51:20
Release: 29.04.2011
Label: Alice In ....

Langsame Gitarrenklänge, die stetig lauter und durch ein Schlagzeug ergänzt werden. Erst dann erklingt eine Stimme, die den Gänsehautfaktor nach oben schraubt. Mit tiefer, einfühlsamer Stimme singt Andreas Löhr von Gravitation von allem, was vergessen sein wird, wenn wir einmal Sterne sind. Nicht immer auf dem Ton, aber stets bereit, den sich fallen lassenden Hörer aufzufangen.

So beginnt das neue Album „Warten Auf Raketen“ von dem Projekt von Andreas Löhr Fliehende Stürme, welches er zusammen mit seinem Bruder begann und nach seinem Tod weiter führte. Mit zehn Tracks und einer Spielzeit von 51 Minuten kann sich das Album formal sehen lassen. Musikalisch einzuordnen sind Fliehende Stürme im Dark Wave Bereich. Langsame, tief einschneidende Stimme und dunkel anmutende Gitarrenmusik. Dann aber überraschen Fliehende Stürme den Hörer. Hier kommen auch Punk Einflüsse zum Vorschein. Schon im zweiten Song „Führerlos“, welcher beginnt wie „Sterne“ endet, wechselt Andreas vom anmutigen Gesang zur punkigen Powerröhre. Das allerdings ist dann echt gewöhnungsbedürftig. Der Hörer bekommt aber Song für Song die Möglichkeit sich daran zu gewöhnen.

„Teilzeit“ ist musikalisch ebenfalls eine wilde Mischung aus Dark Wave und Punk. Der Wiedererkennunsgwert der Band Fliehende Stürme ist mehr als vorhanden. Leider schlägt sich das so stark nieder, dass auch innerhalb der Songs keine große Änderung stattfindet. Die Melodien plätschern alle dahin und nach dem ersten Song, der ins Herz ging, scheint kein weiterer diesen Weg zu finden.

Die Texte, die allesamt aus Andreas Löhrs Feder stammen, sind schwer zu verdauen. Komplette Desillusion, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, das alles findet sich in den zehn Songs wieder. Definitiv keine CD, die man einlegen sollte, wenn man eh schon beginnt an allem zu zweifeln. Mit einem guten Glas Wein und nach einem normalen Tag und mit Punk-Affinität kommt man aber sehr wohl voll auf seine Kosten.

Die Band, neben Andreas aus Jens Halbauer und Uwe Hubatschek bestehend, versteht ihr Geschäft. Die Instrumente klingen sauber und der Wave-Charakter kommt nebst Punkelementen sauber zum Vorschein.

Was dem Album aber absolut fehlt ist die Abwechslung. Nach dem ersten Hören fällt es schwer Songs aus der Reihe der zehn herauszupicken. Irgendwie ist es wie eine gute Minestrone. Die Songs geben der CD „Warten Auf Raketen“ einen guten Geschmack, das Ergebnis schmeckt rund. Die einzelnen Zutaten allerdings können auf die Dauer fade munden.

Ein Song sticht da etwas heraus. Ähnlich wie der erste Song des neuen Werks klingt „Schatten“ nach. Dunkel und melancholisch erinnert er etwas an Sisters of Mercy und bleibt auch nach dem letzten Ton im Ohr. Schön auch hier die fehlenden punkigen Elemente, denn so erklingt es rund. Man möchte rufen: bitte weiter so.

Als würde dieser Ruf erhört werden gibt es mit „Werk III“ nochmals einen Nachschlag. Tief melancholisch geht es hier wieder zu. Ruhiges Gitarrenspiel, tiefe Stimme, man beginnt beim Zuhören unweigerlich zu seufzen. Ein Diamant auf dieser CD. An dieser Stelle scheint die Rakete gelandet zu sein.

Fans der Band Fliehende Stürme sollten unbedingt zuschlagen und Musikfans, die Punkelemente im dunklen Gewand etwas abtun können, machen mit dem Kauf auch nichts falsch, ganz im Gegenteil. Fliehende Stürme liefern etwas Einmaliges, man muss es aber mögen.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging