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Fleshmould: The Lazarus Breed

Nicht nur belgische Pommes sind erstklassig
Wertung: 9/10
Genre: Technical Death Metal
Spielzeit: 46:40
Release: 06.06.2006
Label: Shiver Records

Fleshmould versorgen ihre Fans und die, die es noch werden wollen, seit ihrer Bandgründung anno 1999 mit ihrem technischen Death Metal, dessen Qualität die Belgier ständig auf höhere Levels schrauben. Und dann kam am 06.06.06 – welch bedeutungsschwangerem Datum – auch ihr nun schon viertes Album „The Lazarus Breed“ auf den Markt. Spätestens seit dem 06.06. muss es allen klar sein, dass sich Fleshmould mit diesem Album die Türen ganz weit aufgestoßen haben. Verdient hätten sie es sich allemal, denn sie waren bis dato im Underground unermüdlich dabei, sich einen Namen zu machen.

"The Lazarus Breed" besteht aus 8 Songs, von denen „Havoc“ mit 3:33 die kürzeste Spielzeit aufweist, „Apocalypse Rexx“ kommt dagegen sogar auf unglaubliche 8:27 min. Vom Stil her, ich hab´s eingangs ja schon erwähnt, liefern uns die Jungs feinsten technischen Death Metal, der mich z.B. an Cannibal Corpse und Morbid Angel erinnert. Das hier wären aber nicht Fleshmould, käme nicht all dieses Geknüppel aber mit einem modernen Touch aus den Boxen. Und zwar mit einer solchen Wucht, dass man fast meint, diese „Wall of Sound“ sei mit Händen greifbar. Mit modern meine ich diese unvorhersehbaren, mich sehr positiv überraschenden Breaks, die die Jungs in ihre Songs einbauen, wie z.B. bei „Apocalypse Rexx“ und auch bei Song „ Structures In Decline“, um nur zwei der Songs zu nennen. Es wird auf dieser Scheibe gegrowlt und auch gescreamt, was auch wichtig ist, um nicht in die Gefahr der Monotonie zu geraten.

Schon wie "The Lazarus Breed" startet … der Beginn der Scheibe mit dem Song „Argus“ nimmt einem schier die Luft. Sorry, aber wer bei „God Of Nihil“ nicht ohne Rücksicht auf Verluste mitbangt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Und so richtig zu knüppeln steht den Jungs echt gut, z.B. am eindrucksvollsten bei „Bitter Harvest“, wo die Jungs auch mal gezügelte Geschwindigkeit präsentieren, was aber nicht minder geil rüberkommt, aber auch das wunderbare „Structures In Decline“ ist nicht von schlechten Eltern. Aber es geht in diesem Song neben Blastbeats auch langsamer … na ja, zumindest zeitweise, aber auch das steht den Belgiern durchaus gut zu Gesicht.

Auch bei „Havoc“ gibt es wieder teilweise unkonventionelle Breaks, die perfekt Fleshmoulds Eigenständigkeit zeigen. Mensch Jungs, legt doch einfach noch ein, zwei Schippen drauf und das Ergebnis schlägt ein wie eine Bombe!  Das einzige, was ich der Band ankreiden könnte … nein, das will ich mir eigentlich nicht anmaßen, denn ich finde die CD ja schon durchweg sehr gut … vielleicht kann ich das als Verbesserungsvorschlag verbuchen: Ich meine, einige Passagen wie z.B. das – zweifelsohne supergeile - vorherrschende Riff in „Apocalypse Rexx“, schon mal vorher irgendwo gehört zu haben.

Also nun vielleicht der Vorschlag: Jungs, ich will damit nicht sagen, dass ihr eure musikalischen Vorbilder vergessen sollt! Filtert vielleicht eher die besten Eigenschaften eurer Vorbildbands heraus und setzt sie mit eigenen innovativen Ideen in eure eigene Mucke um. Ihr seid schon gut, aber dann würde das Ergebnis schlicht und einfach NOCH besser! Und dann würden sie Aborted mal locker hinter sich lassen.

Die Produktion geht hier ohne erkennbare Mängel durch den TÜV … will heißen: Schön aggressiv fett - sprich präsent und Death-Metal-technisch perfekt ist sie geworden und setzt die Mucke der Jungs einfach optimal in Szene.

Fazit: Für mich heißt es in Zukunft: Daumen hoch für Fleshmould und Augen auf, wenn es um News von den Belgiern geht … bei mir wird diese Scheibe nun zu den High-Rotation-CD´s gehören.

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