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Fleshgod Apocalypse: Agony

Wie ein hyperaktiver Hühnerstall
Wertung: 3/10
Genre: Extreme Metal
Spielzeit: 47:58
Release: 19.08.2011
Label: Nuclear Blast GmbH

Die italienischen Death Metaller von Fleshgod Apocalypse veröffentlichen nach dem wirklich guten ersten Album „Oracles“ und der nicht minder großartigen „Mafia“-EP ihr zweites Album namens „Agony“ - und machen es dem Hörer mit dieser Veröffentlichung wahrlich nicht leicht. Ein Trademark der Band war seit dem ersten Album das gekonnte Spiel mit neoklassischen und orchestralen Elementen und diese sind auch auf „Agony“ wieder zahlreich zu finden. Allerdings mit dem Unterschied, dass man es hier mit der Klassik entschieden übertrieben hat. 

Die Ambitionen der Band, brutales Death Metal Geballer mit klassischer Musik zu verbinden sind, so scheint es zumindest, extrem hoch. Um ehrlich zu sein zu hoch, denn die Scheibe platzt aus allen Nähten. Hier fügt sich der neoklassische Part nicht mehr stilsicher ins Songwriting; vielmehr wirkt das ganze Album ungemein überladen und hektisch und erinnert nicht selten an einen aufgebrachten Hühnerstall voll hyperaktivem Getier. Das Klassikgedüdel wirkt gezwungen und auf das monotone Blastgewitter regelrecht draufgeklatscht und obwohl die Produktion auf den ersten Blick recht fett daher kommt, vermisst man einen wichtigen Teil des mit „Oracles“ lieb gewonnen „Fleshgod- Sounds“: Die Gitarren. Die Saitenfraktion ist in dem schwammigen Sound fast nicht auszumachen, denn Gitarren und Bass werden komplett von Drums, Vocals und penetrantem orchestralem Geschwurbel übertönt. 

Ein, zwei Lichtblicke gibt es dennoch auszumachen: Der Opener „The Hypocrisy“ ist immerhin unterhaltsam und glänzt mit guten Melodien und schönen Soli, leidet aber trotzdem an der merkwürdigen Produktion. Weiterhin sticht „The Egoism“ positiv hervor, weil hier endlich mal so etwas wie Groove aufkommt, wodurch der Song einer der wenigen ist, die irgendwie zum gepflegten Abschädeln animieren. Insgesamt aber fehlt es der Scheibe an Variationen, denn viele der Songs ähneln sich einfach zu sehr.

Fleshgod Apocalypse sind offenbar sehr ambitioniert an das neue Album herangegangen. Die selbstgesteckte Messlatte war hoch und ob "Agony" das Niveau eines Albums wie „Oracles“ erreicht, muss letztlich jeder Hörer für sich entscheiden. Eigentlich ist es auch schwer, hier überhaupt Vergleiche zu ziehen, denn obwohl man die vollzogene Wandlung im Songwriting nicht als Stilbruch bezeichnen kann, wird „Agony“ die Fangemeinde von Fleshgod Apocalypse spalten. Die bis zur Vergasung zelebrierte Paarung von Neoklassik und Death Metal klingt eben doch deutlich anders, als die ersten beiden Veröffentlichungen der Band. Dazu muss man leider auch sagen, dass beispielsweise Dimmu Borgir oder zuletzt Septicflesh diese Symbiose weitaus homogener und songdienlicher hinbekommen haben. Generell ist „Agony“ mindestens ein ziemlich eigenwilliges Album und zu speziell, um wirklich allgemeingültige Empfehlungen aussprechen zu können. Potential ist definitiv vorhanden, wurde aber auch großzügig verschenkt. Wer sich unsicher ist, ob ihm die klassischen Elemente hier nicht zu weit gehen, hört besser vor dem Kauf mal rein.

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