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Flayed Disciple: Death Hammer

Solides Debüt einer jungen Combo
Wertung: 7/10
Genre: Brutal Thrash Metal
Spielzeit: 51:13
Release: 28.05.2012
Label: Grindscene Records

Flayed Disciple sind eine junge, aufstrebende Combo aus Taunton im tiefsten Süden Englands. Schon vor dem Release ihres nun vorliegenden Debüt-Albums „Death Hammer“ konnte das Quintett bereits für Aufsehen sorgen. Unter anderem gewannen die Fünf beim Bloodstock Open Air den Metal 2 The Masses Contest und auch ihre EP „Drawn Viscera“ konnte eine ganze Menge an guten Rezensionen einfahren. Insgesamt also eine stattliche Summe an Vorschusslorbeeren, denen die fünf Engländer nun mit dem ersten Album gerecht werden müssen.

Ihren Stil beschreibt die Band selbst als „Thrashing Death Metal“, was alles in allem auch sehr treffend ist. So verschmelzen die Engländer auf „Death Hammer“ die gutturalen Vocals des Death Metal mit einem musikalischen Fundament, dem man zu jeder Zeit den Einfluss des Thrash Metal der frühen Neunziger anhört. Ein weiterer Faktor, den man nicht unterschlagen sollte, sind die größtenteils sehr morbiden Texte, die gerne auch mal an Cannibal Corpse erinnern. Nimmt man das alles zusammen, dann wäre wohl Brutal Thrash Metal die Umschreibung, die zu Flayed Disciple am besten passen würde.

Dementsprechend wüst wird „Death Hammer“ auch eröffnet. Schon der Opener „Bring Down The Hammer“ macht klar, dass das Quintett keine Gefangenen macht. Rasante Thrash-Metal-Riffs treffen hier auf aggressives Drummig und die keifenden Vocals von Tim Whyte. Erstaunlich ist dabei, dass trotz aller Härte den Songs nie die nötige Portion an Eingängigkeit abhandenkommt. Gerade die Refrains sind fast „Hit-verdächtig“, zumindest wenn man das Album im Vergleich zu anderen Brutal-Death-Metal-Veröffentlichungen betrachtet. Ein Fakt, der dafür sorgt, dass sich „Death Hammer“ auch für Quereinsteiger eignet, die sonst wenig mit der martialischen Welt von Cannibal Corpse und Co. anfangen können.

Im gleichen Stil prügelt sich der Fünfer dann durch eine Song gewordene Abrissbirne nach der anderen. Besonders stechen dabei „Interceptor“, „Exodus“ und das rasante „Bleaching The Sun“ heraus. Allerdings verstecken sich auf der anderen Seite auch ein paar weniger starke Tracks auf dem Album. Insbesondere „Torsofucked“ und das abschließende „Pig“ können auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich überzeugen und ziehen so insgesamt das Qualitätsniveau doch etwas nach unten.

Ein weiterer negativer Punkt sind die Texte der Engländer. Natürlich mag dieser morbide Touch zum Genre dazugehören, trotzdem liegen einige der Texte teilweise unter der Grenze des Vertretbaren. Als Beispiele können hier große Teile des Albums herhalten, insbesondere fallen aber „The Westboro Massacre“ und das, wirklich grausig betitelte, „Ejaculate While Killing“ auf. Auch hier ist alles sicher Geschmackssache, aber die Frage bleibt, warum man in diesem Maße Nekrophilie oder auch Mord darstellen muss, wie es hier getan wird.

Alles in allem muss man abschließend allerdings feststellen, dass Flayed Disciple mit „Death Hammer“ ein solides Debüt gelungen ist. Der überschwängliche Hype, der in den letzten zwei Jahren um die Band gemacht wurde, ist sicher ein wenig zu viel des Guten, trotzdem hat die Band einige Qualitäten zu bieten. Vor allem das größtenteils gute Songwriting und die exzellente Arbeit der Instrumentalisten fallen hier positiv ins Gewicht. Ob man mit den teilweise wirklich martialischen Texten etwas anfangen kann, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Anhänger des Genres sollten aber definitiv mal in „Death Hammer“ reinschnuppern und mit ein wenig mehr Erfahrung ist hier sicher auch noch Potential für Größeres vorhanden.

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