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Fjoergyn: Monument Ende

Kunst für Kenner
Wertung: 9.5/10
Genre: Avantgarde Metal
Spielzeit: 64:16
Release: 31.05.2013
Label: TrollZorn / Soulfood

Das Thema ist eigentlich bis zum Kotzen, wieder Fressen und wieder Auskotzen behandelt. Das Ende der Welt, beziehungsweise der Menschheit, ist Grundlage unzähliger Filme, Bücher und Musikstücke. Warum soll man solch eine zu Brei gekochte Suppe also noch einmal aufwärmen?

Soll man nicht. Dieser Meinung sind auch die Ausnahme-Metaller Fjoergyn. Allerdings hat die Truppe ihre eigene Meinung zu diesem Thema und hat das Buch der Offenbarung sozusagen neu gestaltet und vertont. Das Ergebnis ist Angst einflößend. Die Band schafft eine Symbiose aus erschreckend realistischen Texten und aggressiv-trauriger Musik, die so noch nicht da gewesen ist. Mit unglaublicher Dichte in Ton und Wort wird der Weltuntergang in das Hirn des Zuhörers gehämmert.

Die Mischung aus klassischen Elementen und teilweise sehr hartem Metal hat bei den Thüringern schon immer gut funktioniert und bei „Monument Ende“ hat die Band ihren Schaffensprozess sehr weit vorangetrieben. Die Songkonstrukte werden im Vergleich zu früher immer noch komplizierter, verlieren dabei aber nie an Drive. Es gibt immer einen (zugegebenermaßen manchmal dünnen) roten Faden, der den Zuhörer durch die Platte lotst.

Das große Plus und gleichzeitig der Punkt, der Fjoergyn zu etwas besonderem macht, ist die Tatsache, dass es der Band scheinbar spielend gelingt, Stimmungen zu vertonen. Nach dem zu lang geratenen Intro taucht man mit „Betonlethargie“ gleich tief in die sterbende Industriewelt ein. Unbewusst. Man kann sich dem Sog, der den Geist direkt zwischen tiefe, zerfallende Häuserschluchten saugt, einfach nicht entziehen. So geht es dann auch weiter. Bei allen Liedern auf „Monument Ende“ entwickeln sich unweigerlich Bilder im Kopf des Hörers. Herausragende Beispiele hierfür sind auch die Titel „Leiermann“ und „Antimensch“.

Am Gesang unterstützt werden Fjoergyn von drei Ausnahmestimmen. Katrin Lindner gibt dem Tod seine Stimme und Alexander Bartsch von Narziss sowie Inkantator Koura von Alchemist und Kult Of Hiob haben auch Gesangsparts übernommen.

Insgesamt macht „Monument Ende“ einen hervorragenden Eindruck. Eine stimmungsvolle und druckkräftige Produktion vereint sich hier mit großartigen Songs, die sich voll entfalten und durch hervorragende Musiker wiedergegeben werden. Fjoergyn scheuen sich nicht vor Experimenten und gehen auch (eigentlich meistens) ungewöhnliche Wege. Der Klassik wird viel Platz im musikalischen Raum gegeben, was unweigerlich dazu führt, dass die Musik eine wesentlich höhere Dynamik erlangt, als es im konventionellen Metal überhaupt möglich ist. Wer das nicht glaubt, dem sei das Outro „-„ nahegelegt. So entstehen Monumente der Musik.

Black-Metal Fans, Anhänger epischer Musik und Freunde großer Geschichten müssen hier zugreifen. Das Teil ist eine Ausnahmeerscheinung.

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