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Fire Down Below & Sense Never Came: Split

Eingängigkeit siegt
Wertung: 6.5/10
Genre: Death Metal / Grindcore / Hardcore
Spielzeit: 42:40
Release: 01.07.2006
Label: All life Ends Records

Die beiden Bands Sense Never Came und Fire Down Below haben sich dazu entschlossen, eine Split-CD zu veröffentlichen. Dabei gibt es von jeder der beiden Bands 6 Songs.

Und so beginnt die Split-CD mit den 6 Songs von Fire Down Below. Man mag deren Mucke als Hardcore bezeichnen, aber auch ich als Musikliebhaberin, deren Hauptaugenmerk eher auf Death Metal ausgerichtet ist, finde zeitweise durchaus Gefallen an dem, was die 4 hier von den Leisten ziehen, denn tendenziell geht deren Mucke sogar Richtung Grindcore. Also kann man nicht gerade behaupten, dass die Jungs nicht vielseitig sind.

Das Intro „Without A Sense“ beginnt erstmal unheilverbreitend, als ob sich mächtig dunkle Gewitterwolken auftürmen und den Himmel verdunkeln würden. Und dann geht es mit „Deceased Souls“ auch schon voll durch die Mitte … diesen Song würde ich problemlos auch in die Grindcore-Ecke stellen. Was allerdings extrem verstörend auf mich wirkt, sind die cleanen Vocals im weiteren Verlauf, die mächtig Druck und Härte aus dem Stück nehmen. Verstörend deshalb, weil die wirklich guten Growls mir schon völlig genügen und die cleanen Vocals irgendwie zu viel sind. Der Beginn von „I Am Alone“ gefällt mir auch richtig gut: Zunächst eher midtempolastig, aber nicht minder drückend ist das, was da aus den Boxen in die Richtung meiner Ohren schallt. Das Tempo nimmt dann auch wieder bedrohlich Fahrt auf, bis es in Doublebass-Attacken endet. Der stärkste Song von Fire Down Below auf dieser CD! Auch „It´s Clear In My Head“ ist ein vielseitiger Song, der von Beginn an schnell und hart ist, dann aber unerwartet ziemlich ruhig wird. In diesem Midtempo-Part gibt es Growls und gleichzeitig auch wieder cleanen Gesang und zudem auch schöne Gitarrenläufe. Hier stören wiederum die cleanen Vocals ein wenig.

Bei „Bench Trip“ gibt es die cleanen Vocals sogar von Anfang an …ich allerdings sehe die Stärke der Band nach wie vor eher in den Growl-Parts. Dieser Track entwickelt sich zu einem wahren Death-Grind-Monster inklusive eines netten Gitarrensolo. Wenn die Jungs doch nur das cleane Singen sein lassen könnten … Der letzte Song „Murderous Thoughts“ beginnt mit einem ruhigen Synthie-Intro, das wirklich sehr gut gemacht ist. Danach geht es mit einer guten Portion Härte weiter. Hier fällt auf, dass die Jungs sehr fleißig verschiedene Geschwindigkeiten variieren. Der Song klingt mit einem gut gemachten Gitarrensolo aus.

Das Songmaterial hat eine gute Produktion hinter sich. Die Songs kommen druckvoll und klar aus den Boxen.

Probleme bereiten diese clean präsentierten Vocals und die stellenweise allzu heftigen Wechsel der Geschwindigkeiten. Dadurch wirkt das Material irgendwie sperrig und weniger eingängig.

Sense Never Came gehört dann im weiteren Verlauf meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Deren 6 Songs lassen sich schon eher als Death Metal bezeichnen. Bei dem ersten Song „Due To The Human” finden wir Doublebasseinsätze, schrabbelnde Gitarren, die Stimme tendiert in Richtung Screamen. Ein Opener, der die Marschrichtung vorgibt, die im Übrigen mit „A Last First Kiss“ perfekt weitergeführt wird. Hier gibt es so richtig schön auffe Mütze! Dies ist dann auch der beste Song, den ich auf dieser CD bislang ausmachen konnte.

„One Last Time“ kann mit einem hammermässigen Eingangsriff aufwarten, bevor es dann aber heftigst zur Sache geht. Das gesamte Songarrangement gefällt mir hier ausserordentlich gut! Die gesamte Songstruktur von „Fallen Apart“ besticht durch eine derartige Dichte, dass mir bloss übrig bleibt, anerkennend mit dem Kopf zu nicken. „Return Of The Dying“ lässt sicherlich die Köpfe heftigst bangen, mannomann, womit warten die Jungs denn hier auf? In diesem Song geht so dermassen die Post ab …

Vom Songtitel her würde ich den letzten Song „My Love...Someday You´ll Die“ eher bei Gothic Metal Bands wie z.B. To/Die/For erwarten, doch hier handelt es sich um ein wunderschönes, fast schon sphärisches Instrumental, das vor Traurigkeit nur so strotzt. So kann man allerdings auch seine Variabilität unter Beweis stellen … sehr gut gemacht!

Und wie auch schon bei Fire Down Below hat die Produktion hier bei Sense Never Came wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Druckvoll und präzise ist diese geworden, ich kann hier wiederum keinerlei Kritikpunkte festmachen.

Hier die Einzelwertung der beiden Bands:

Fire Down Below: 4,5/10

Sense Never Came: 8,5/10

Fazit: Als ganz klarer Sieger gehen Sense Never Came aus diesem Review hervor. Um Längen eingängiger sind die Songs als es das bei Fire Down Below der Fall ist und die Jungs scheinen schon eher ihren eigenen Stil gefunden zu haben.

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