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Fir Bolg: Paganism

Auf der Suche nach dem Aha-Effekt
Wertung: 5/10
Genre: Black Pagan Metal
Spielzeit: 23:05
Release: 13.08.2010
Label: Schwarzdorn Production

Im Jahre 2006 gründete der Franzose Dagoth seine Ein-Mann-Band namens Fir Bolg. Lediglich ein paar Session-Musiker vervollständigen das Line-Up, um die Werke auf CD zu bannen. 

Zur Bedeutung des Bandnamens sei noch gesagt, dass die Firbolg ein irisches mythisches Volk sind, das im Lebor Gabála Érenn erwähnt wird. Die Firbolg werden häufig als vorchristliche Götter oder Fruchtbarkeitsdämonen gedeutet (laut Wikipedia). Gut, wie Fruchtbarkeitsdämonen nun zu einem französischen Musiker passen, der Pagan-angehauchten Black Metal unters Volk bringen will, steht auf einem anderen Blatt – jedenfalls fällt mir jetzt auf die Schnelle keine schlüssige Erklärung dazu ein. Kommen wir also besser zur Musik an sich.

„Paganism“ stellt die erste, schon veröffentlichte EP von Fir Bolg dar, die nun über Schwarzdorn Production, der neuen Labelheimat der Band, erneut heraus gebracht wird. Vom schon erwähnten Pagan merkt man in den vier Stücken höchstens rudimentär etwas, etwa wie im ersten Stück „Night Of The Black Moon“, wo mancherorten einige Klänge neben finter-frostigem Ambiente etwa mit eingearbeiteten Akustikklängen auch ein kleines bisschen Pagan-Feeling aufkommen lassen. 

Ansonsten bewegt man sich in Sachen Black Metal des schnelleren Midtempo-Bereichs, der niemandem weh tut, einen andererseits aber auch nicht wirklich den großen Aha-Effekt einbringt. Auf seiner Spielzeit von immerhin fast sechs Minuten wirkt das Stück vielmehr eintönig.

Grimmig-frostig auch die Mainriffs von „Celtic Death Pagan Ritual“. Auch wenn die Chor-Keyboards im Hintergrund einerseits reichlich simpel klingen, so kann man nicht umhin, diesem Stück gerade aufgrunddessen einen gewissen Charme zuzusprechen. Grimmig das Riff auch im weiteren Verlauf, aber ebenso gestaltet sich die Stimmung des Hörers, denn es passiert weiterhin leidlich wenig in diesem Stück – schade, dass auch dieses Stück bis vor seinem Ende schon mittelmäßig bis stark beginnt zu langweilen. 

Auch wieder grimmig-kalt wie in einer von Mondschein beschienenen Winternacht will „Invocate The Old Spirits Of Woods” mit seinem upper Midtempo faszinieren. Aufgrund der Melodieführung klappt dies auch recht gut, da man dem Stück wirklich eine gelungen inszenierte Stimmungserzeugung inklusive variablem Rhythmusaufbau attestieren kann.

Durch das melodische Riffing schafft es auch am Ende der EP noch der Song „The Passage To A Second Life“, einen positiven Punkt einzuheimsen. Dieses Stück hat einen weitaus höheren Unterhaltungswert als die restlichen auf dieser EP, auch wenn auch hier noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Das hier Präsentierte zeigt auf jeden Fall aber schon mal in die richtige Richtung. 

Fazit: Ein großes Manko an „Paganism“ ist, dass man es nicht überall schafft, den Hörer vom Beginn eines Songs an bis zu dessen Ende durchweg zu begeistern. Lediglich ein paar gute Momente pro Song reichen bei weitem nicht aus, um in der heutigen Szene großartig Aufsehen zu erregen. Da ist dringender Nacharbeitungsbedarf, damit der erste Longplayer, so er denn das Licht der Welt erblicken wird, besser einschlagen kann.

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