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Finsterforst: Weltenkraft

Sehr viel spielerisches Können lässt keine Kritik zu
Wertung: 9.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 76:53
Release: 06.07.2007
Label: Heavy Horses Records

Deutschland ist ein Land der Innovationen und so machten sich schon sehr viele Bands daran verschiedenste Instrumente und Einflüsse mit den verschiedensten Genres zu kombinieren. Jede Band brauch etwas Besonderes, dass man so schnell nicht wieder zu Tage bringt und bei den Schwarzwälder Jungs von Finsterforst ist es wohl unüberhörbar der Klang des Akkordeons. Polka mischt sich in die Grundzüge melodischen Black Metals, ja, so lässt sich durchaus das Treiben Finsterforsts beschreiben. Kaum im Geschäft mischen sie sich schon unter die ganz großen der Szene und so werden sie zukünftig die Bühne mit Angantyr, Riger und Equilibrium teilen.

Gesungen wird in Deutsch und melodisch wird alles mit epischen Paganbeats, aber auch gepolterten Black Metal Parts gemischt, bis letztlich ein doch recht neuer Klang in den Ohren liegt.

Bei den Titeln „Des Waldes Macht“, „Weltenpilger“ und „Vom Glorreichen Schmerz“ kann man nicht nur die Grundzüge, sondern das volle Ausmaß des Themenkomplexes herauslesen, welches sich die Band zum Vorbild nahm. Es wird dem heidnischen Kulturgut gefrönt und natürlich ist dies nichts Neues, aber eben die Darstellungsweise überzeugt und so lassen sich einige Highlights des Albums herauskristallisieren.

Eröffnet wird durch „Verlorene Seelen“ und sogleich wird man mit einer durchaus gekonnten Akkordeoneinlage ins Geschehen geleitet. Nachdem man sich letztlich für einen Akkordeonspieler entschieden hatte, eröffnet dieser sogleich den Song und man möchte es kaum glauben, aber alles ist sehr stimmig in der Melodieführung gehalten und bringt doch einiges an Abwechslung mit ins Spiel. Das Akkordeon wirkt in keinem der Songs deplaziert und verwächst gerade zu mit dem Gitarrensound, der sowohl gut poltern, als auch melancholisch klingen kann.

Unglaublich interessant und als das Vorzeigestück könnte man „Weinende Ruinen“ bezeichnet. Eröffnet wird durch ein sehr verworrenes Gitarrengeflecht, was still und leise in epische Melodien übergeht. Die Stimme des Sängers wirkt keineswegs Klischeehaft. Der Gesang ist rau und fügt sich stets ins musikalische Gesamtkonzept des Albums.

Womit sich sehr viele Bands doch sehr schwer tun, dass sind die langsamen Passagen. In „Die Suche Nach Dem Licht“ wird das Keyboard, als auch das Akkordeon zum Hauptträger des Songs und man begibt sich auf den Weg der Paganrhythmen.

Das Album selbst hört sich doch sehr untypisch für den deutschen musikalischen Raum an. Vergleiche lassen sich nicht wirklich ziehen, aber auf Grund der doch sehr verspielten Melodien würde man die Band eher in den musikalischen Rahmen Finnlands, so wie Schweden ansiedeln, um so schöner, dass sich diese Jungs wirklich einen Namen machen könnten.

Ein definitiver Tipp ist das Album. Es hat einen unglaublich klar aufgenommenen Sound, wirklich sehr viel spielerisches Können und lässt keine Kritik zu und so sollte man sich nicht vom Klischeenamen abhalten lassen und selbst eine Hörprobe starten.

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