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Finntroll: Blodsvept

Neues von den Trollen
Wertung: 8/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 43:03
Release: 15.03.2013
Label: Century Media

Das sechste Album der Trolle ist da. Nach dem Vorgänger „Nifelvind“, der mit sehr gemischten Kriterien bedacht wurde, sind alle Augen nun auf den Nachfolger gerichtet. Die große Frage, die sich stellt: Ist „Blodsvept“ wieder besser geworden als der Vorgänger?

Das Album orientiert sich jedenfalls wieder mehr an den Erstlingswerken der Combo. Finntroll kommen auf dem Silberling wieder roher und aggressiver daher als zuletzt. Trotzdem haben die Trolle nicht auf abwechslungsreiche und oft überraschende Kompositionen verzichtet. Der Titelsong gehört aber nicht zu den außergewöhnlichen Nummern. Ganz im Stile von „Nattfodd“ kommt das Teil daher; ein stilechtes Intro inbegriffen. Doch schon mit „Ett Folk Förbannat“ zeigen Finntroll, dass sie sowohl traditionell und gleichzeitig innovativ komponieren können. Das Stück kommt wie ein Standardwerk der Band gewandet. Im Inneren verbergen sich aber einige Kniffe, die die Gruppe noch nicht oder zumindest noch nicht so oft angewendet hat. Vor allem in der Rhythmusgruppe kann man eine Weiterentwicklung feststellen. Nicht nur bei dem einen Lied, sondern bei vielen Stücken fällt die aufwändigere Arbeit am Schlagwerk auf.

Noch etwas, das sich durch das ganze Album zieht, wird kaum unbemerkt bleiben. Finntroll haben auf „Blodsvept“ einen klaren, ja geradezu brillanten Sound gezimmert bekommen. Die Bässe drücken schön, und zwar ganz sauber. Die Mitten sind dominant, aber nicht zu intensiv und die präsenten Höhen machen ein schönes breites Klangbild. Nichts rauscht, nichts klirrt und das Lautstärkeverhältnis zwischen den Instrumenten stimmt auch. Dadurch verliert die Scheibe zwar leicht den räudigen Touch und den zugehörigen wilden Charakter, der Hörer wird aber mit einem ansprechenden Hörgenuss entschädigt.

Wer jetzt eingangs befürchtet hat, dass die Veränderungen auf „Blodsvept“ zu weit gehen, der kann an dieser Stelle beruhigt werden. Spätestens nach dem zweiten oder dritten Hördurchgang nimmt man die „innovativen“ Elemente gar nicht mehr bewusst wahr. Der allgegenwärtige Finntroll-Charakter ist übermächtig und es gibt niemals auch nur eine Sekunde Grund zu zweifeln, welche Band man gerade hört. Auffallend ist auch die Tatsache, dass verhältnismäßig viele schnelle Stücke auf dem Album sind; „Fanskapsfylld“ ist da nur ein Beispiel. Trotzdem werden auch die typischen Samples und die melodieschwangeren Mid-Tempo-Stampfer natürlich nicht vernachlässigt. „Rösets Kung“ und das Schlusslied „ Midvinterdraken“ zählen zu dieser Kategorie.

Finntroll haben mit „Blodsvept“ eine durchweg interessante Platte abgeliefert, die für Fans der Combo uneingeschränkt zu empfehlen ist. Dabei gehen Neuerungen und Altbekanntes Hand in Hand. Nicht nur Fans dürfen sich angesprochen fühlen, auch alle anderen, die mit Folk Metal etwas anfangen können, sollten mal ein Ohr riskieren. Die Platte ist es wert. 

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