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Fine And Great: How To Survive By Getting By

Stimmlich noch zu schwach
Wertung: 6/10
Genre: Emo, Pop-Punk
Spielzeit: 16:38
Release: 09.07.2021
Label: Midsummer Records

Fine And Great haben sich ohne es zu ahnen einen ziemlich beschissenen Zeitpunkt ausgesucht, als das Trio sich Ende 2019 zusammenfand. Immerhin, mit „Three Sheets To The Wind“/„Merry Christmas“ konnten die MünchnerInnen Anfang 2020 eine Doppelsingle veröffentlichen, um zumindest mal auf sich aufmerksam zu machen, mit dem Release der Debüt-EP „How To Survive By Getting By“ dauerte es dann bis zum Sommer 2021, und auch da wurde nur die digitale Variante inklusive einer CD-Kleinauflage für die Fans verfügbar.

Musikalisch hält es das Trio sommerlich, man serviert Emo-Punk-Pop mit leichter Indie-Kante und zwei Singenden, namentlich Gitarrist Manuel und Bassistin Tooney, die nicht schlecht zusammenpassen, aber vor allem auf Tooneys Seite so manches Mal neben dem Ton liegen und eher einen unsicheren Eindruck machen.

„Happy New Year“ startet aber erst mal genretypisch mit flotten Gitarren, clever eingestreuten Breaks und ohrwurmigem Refrain, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass man sehr ähnliche, wenn nicht identische Songstrukturen schon mehr als einmal bei diversen anderen Bands gehört hat. Manuels Stimme allerdings tönt überraschend angenehm durch die Lautsprecher, sei es nun bei samtig-ruhigen Passagen wie auch bei kurzen Ausrastern, die Fine And Great sich tatsächlich öfter mal gönnen dürften.

Gerade bei „Ghetto Chicken“ fällt dann zum ersten Mal die stimmliche Schwäche der Kollegin auf, die in gemeinsamen Gesangsparts noch gut kaschiert werden kann, solo dann aber trotz einer eigentlich warmen Stimme dünn und ungeübt klingt. Dabei haben gerade Songs wie „Going Nowhere“, das Tooney mehr in den Vordergrund bringt und im Grunde aus einem Singduell der beiden besteht, ordentliches Potential, die beiden MusikerInnen müssten nur ein bisschen mehr Pfeffer mitbringen – mit etwas Übung klappt das dann sicherlich bei der nächsten Veröffentlichung deutlich besser.

Instrumental kann das Trio schon deutlich mehr überzeugen, in nahezu jedem Song finden sich mitreißende Passagen, wenn man auch wie oben bereits erwähnt nicht vor Überraschung vom Stuhl gerissen wird. Immerhin schaffen es Fine And Great aber, bereits Bekanntes solide und schwungvoll mit deutlicher Spielfreude zu präsentieren. Wenn die Truppe jetzt noch an den Gesangsstrukturen arbeitet und vielleicht bei der nächsten Veröffentlichung ein bisschen mehr Experimentierfreudigkeit an den Tag legt, könnten gerade Stücke wie „Going Nowhere“ auch durchaus länger im heimischen Soundsystem rotieren. So bleibt leider (noch) ein etwas schaler Nachgeschmack, der sich hoffentlich bald wegspülen lässt.

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