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Fighting Chance: LIGHTSOUT

Der Klargesang bremst oftmals ordentlich
Wertung: 6,5/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 39:37
Release: 07.10.2016
Label: Horror Business Records

Horror Business Records haben sich mittlerweile einen recht anschaulichen Roster zusammengestellt, hat das Label doch Bands wie Distance In Embrace oder May The Force Be With You unter seinen Fittichen. Auch die Dortmunder Fighting Chance können sich nun damit rühmen, ihr erstes Album bei Horror Biz unter Dach und Fach zu haben: „LIGHTSOUT“ heißt die Platte, die bereits seit Herbst erhältlich ist und laut Presse mit „Hardcore-Euophorie“ punkten kann.

Die Platte rotiert nun schon seit einigen Tagen im heimischen Soundsystem, knapp 40 Minuten auf elf Tracks bieten schon mal eine recht typische Spiellänge, auch das Genre stimmt: Von Gebrüll über Gangshouts bis hin zu den klassisch galoppierenden Hardcore-Drums ist eigentlich alles dabei, außerdem gibt es noch Klargesang mit dazu. Und genau da haben wir ein kleines Problem, zumindest meinem Geschmack nach, denn: Solange Sänger Kristoff sich die Seele aus dem Leib brüllt, klingt die Truppe nach richtig geilem Hardcore. Kommt allerdings der „normale“ Gesang mit ins Spiel, tendiert man eher Richtung Metalcore, und mittelprächtigem noch dazu.

Aber der Reihe nach: Kleine Pluspünktchen im Geiste können die Jungs bei der Nerdfraktion schon mal für das „Dr. Who“-Intro einheimsen, das schließlich nahtlos zum heftig ballernden „Solitude“ überleitet, Holterdipolter-Drums und Tempowechsel inklusive. Die Band kann was, keine Frage, auch der melodischere Umschwung ab der zweiten Minute steht dem Song ganz gut zu Gesicht, man hat also noch überhaupt keine Gründe, sich Sorgen zu machen.

„Headstrong“ scheint dann eine völlig andere Band abzubilden, hier wird gleich von Anfang an Richtung Metalcore geschielt, mit klarem Gesang, der sich dann doch noch in Gebrüll verwandelt – dennoch, zu Fighting Chance mag diese softere Version ihrer selbst nicht passen. Auch bei „Rooms“ wird – wenn auch erst im Refrain – ein bisschen auf die Bremse getreten, der Song hat aber durch seine auffällige Leadgitarre ohnehin einen etwas experimentelleren Touch und gehört sicherlich zu den Fighting-Chance-Tracks mit dem größten Wiedererkennungswert – ab auf die Anspieltippliste.

Der Titeltrack lässt sich dann richtig genial an, auch hier beherrscht wieder die Kombination von Kristoffs Geschrei und einer düsteren Leadgitarre die Szenerie, bevor das Hardcore-Schlagzeug einsetzt und alle ein bisschen tiefer in die Knie gehen. Was die Herrschaften sich bei dem Refrain gedacht haben, ist mir allerdings schleierhaft – Klargesang, natürlich, der den kompletten Song abbremst, bei der zweiten Wiederholung allerdings schon nicht mehr ganz so sehr auf den Hörnerv drückt, sondern sich ganz gut einfügt; insgesamt also ein richtig geiler Song, der gut als Aushängeschild funktioniert.

Kinder, Kinder, so schwer ist mir ein Review zu einer Hardcore-Band schon lange nicht mehr gefallen. Eigentlich vereinen Fighting Chance alles, was man sich wünschen kann: Schwungvolle Instrumentals, einen geilen Shouter, ordentlich Pfeffer im Arsch – und doch, irgendwas bremst. Den meisten Klargesang hätten die Jungs sich sparen können; nicht, weil er wahnsinnig schlecht wäre, sondern weil er einfach den Schwung aus den Songs nimmt. Trotzdem gibt es auf „LIGHTSOUT“ gute Tracks wie „Solitude“, die man immer wieder hören kann. Mehr als 6,5 Punkte sind aber erst mal nicht drin – vielleicht klappt’s nächstes Mal.

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