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Fiddler’s Green: Winners & Boozers

Die Fiddler’s experimentieren wieder mehr
Wertung: 8/10
Genre: Folk Rock
Spielzeit: 52:58
Release: 26.07.2013
Label: Deaf Shepherd Records/ Indigo

Momentan kommen die Veröffentlichungen der Fiddler’s ja Schlag auf Schlag. Das letzte Album ist zwar schon zwei Jahre alt, aber im Jahr 2012 gab es eine Akustik/ Live CD auf die Ohren. Man sieht, die Truppe arbeitet unermüdlich. Der Nachfolger zu „Wall Of Folk“ hört auf den Namen „Winners & Boozers“ und versucht mit einer knappen Stunde Spielzeit Eindruck zu schinden. Große Unterschiede zum Vorgänger sind nicht zu erwarten, das bereits als Video ausgekoppelte „The More The Merrier“ deutete zumindest in diese Richtung.

Während der ersten paar Songs fühlt man sich als Hörer auch in dieser Annahme bestätigt. Zügig und mit punkig-frechem Sound brechen der Opener und die nachfolgenden Stücke aus den Boxen. Vor allem „A Bottle A Day“ und „We Don’t Care“ rocken ganz schön heftig. Doch vor allem in der zweiten Hälfte der Scheibe gibt es auch ungewöhnlichere Töne zu hören. Der Reigen der eher unkonventionellen Titel wird mit „No More Pawn“ eröffnet, einer groovigen Nummer mit ganz witzigem Text und einem guten Stück Reggaefeeling. Reggae gab es von Fiddler’s Green zwar schon früher zu hören, aber dieses Mal klingt er rockiger und freier als sonst. Ungezwungener, könnte man auch sagen.

Nach dieser Portion Urlaubsatmosphäre geht es direkt weiter mit dem wohl ungewöhnlichsten Stück der Band seit langem. „Maria“ klingt nach Balkanfolklore mit Off-Beat Drums. Eine solche Komposition hat wohl niemand auf der neuen Fiddler’s Green-Scheibe erwartet. Damit ist bewiesen, dass die Truppe auch nach 23 Jahren Bandbestehen immer noch für Überraschungen gut ist.

Doch auch die Traditionals dürfen natürlich auf „Winners & Boozers“ nicht fehlen. „Old Dun Cow“ ist ein recht stark überarbeitetes und schwer verrocktes Traditional und, wesentlich klassischer dargeboten, auch „Old Polina“ zählt zu dieser Gruppe. Das obligatorische Poem, beziehungsweise die dazugehörige Ballade darf natürlich auch nicht fehlen. Dieses Mal ist sie aber leider ganz nach hinten gerutscht worden, was dem tollen Song nicht genug Tribut zollt. „Into The Sunset Again“ ist eine große Ballade mit einer schönen (Gesangs-)Melodie und einem sehr großen Sehnsuchtsfaktor. Weiter vorne gibt es schon ein Stück, das mit sehr balladeskem Charakter ankommt. „No Lullaby“ kommt aber nicht an die Qualität der abschließenden Nummer heran.

Insgesamt steht „Winners & Boozers“ in der Mitte zwischen „Sports Day At Killaloe“ und „Wall Of Folk“. Die Fans, die die neue Schiene der Band seit Pats Einstieg bei den Speedfolkern mögen, für die wird „Winners & Boozers“ eine tolle Scheibe werden. Für die Traditionalisten unter den Hörern ist die Platte nur sehr bedingt geeignet. Dazu liegt der Fokus zu deutlich auf den Rockelementen in den Songs.

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