Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Fiddler's Green: Sports Day At Killaloe

"Irish Independent Speedpunk"?
Wertung: 6.5/10
Genre: Irish Independent Speedfolk/-punk
Spielzeit: 59:24
Release: 09.01.2008
Label: Deaf Shepherd Recordings

Das neueste Werk eines Musikers oder einer Band mit den musikalischen Zeugnissen vergangener Tage zu vergleichen, ist für Fans wie Künstler eine Zitterpartie: Wird die neue CD überzeugen können, alles Vorangegangene in den Schatten stellen, oder wird es anders herum sein? In manchen Fällen, so auch im Falle von Fiddler’s Green, stellt sich gleichsam die Frage, ob so ein Vergleich überhaupt möglich ist.

Denn „Sports Day At Killaloe“, die neueste Scheibe der aus Erlangen stammenden Band, ist gleichzeitig die zweite CD mit dem neuen Sänger und Gitarristen Pat - „das muss rocken, Jungs!“ - Prziwarat – eine Umbesetzung, die in der Musik deutliche Spuren hinterlassen hat.
So zeigt sich bei „Sports Day At Killaloe“ ein im Vergleich zum Vorgängeralbum deutlich stärkerer Punk-Einschlag – eine Seite der Musik, die auf den früheren Alben überhaupt nicht zu spüren war und schon fast die Bezeichnung „Irish Independent Speedpunk“ anstelle von „Irish Independent Speedfolk“ rechtfertigt.

Fiddler’s Green haben scheinbar Spaß an ihrer Musik. Eie Energie, mit der sie an sie herangehen, ist deutlich spürbar. Dieser Energieschub wird auch durch den verstärkten Einsatz verzerrter Gitarren, auf die kaum einer der insgesamt 19 Songs verzichtet, deutlich. So bietet zum Beispiel „Bugger Off“, im Original von The Real Mackenzies, einen fröhlich-flotten Einstieg in das Album. Will man diesen Song beschreiben, so kommt man um ein Wort nicht herum: Punk. Eine typische simple Songstruktur, der Verzicht auf filigrane Melodielinien, all dies weist eindeutig auf diese Musikrichtung hin – auch Geige und Akkordeon können diesen Eindruck nicht relativieren.

In einer solchen Art und Weise präsentieren sich die meisten Tracks von „Sports Day At Killaloe“; nur vereinzelt gibt es auch Songs, die einen stärkeren Folkanteil aufweisen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist „This Old Man“: Zu den Versen eines englischen Kinderliedes, die in elf Strophen das „Knick-knack“-Spielen eines alten Mannes beschreiben, spielen die Fiddler’s folkige Klänge, bei denen Bouzouki, Akkordeon und Geige die Führungsrolle übernehmen und die Gitarre nur eine unterstützende Rolle spielt.

Aus meiner Sicht ist „Sports Day At Killaloe“ eine Enttäuschung: Fiddler’s Green haben sich in eine Irish-Folk-Punk-Band à la Flogging Molly verwandelt, die nur noch wenig mit der Folk-Truppe zu Zeiten von Peter Pathos zu tun hat. Die Songs sind zwar gut geschrieben, können mich aber nur selten von sich überzeugen, da ihre Struktur insgesamt zu ähnlich ist. Das Ergebnis des anfangs genannten Vergleichs fällt für dieses Album eindeutig negativ aus.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna