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Fiddler's Green: Nu Folk

Nicht die stärkste Leistung der Fiddlers
Wertung: 7/10
Genre: Folk Rock
Spielzeit: 66:1
Release: 06.10.2003
Label: Deaf Shepherd Recordings

Eine der besten Livebands unseres Landes, stets solide bis sehr gute Studioalben, symphatische, umgängliche Musiker und ordentlich "Spaß inne Backen".... Über Fiddler's Green kann man eigentlich nichts Negatives schreiben. Natürlich muss man ihren Stil dafür gut finden, aber das ist ja nur normal. Auf dem starken Vorgänger von "Nu Folk" mit dem coolen Namen "Folk Raider" konnten die Fiddlers ihre nahezu unbändige Livepower dann auch endlich perfekt in ein Album pressen, was die Messlatte für diese CD natürlich sehr hoch legt.

"Nu Folk" ist das achte Studioalbum der Franken und (so leid es mir tut) eines ihrer schwächeren. Ich habe stellenweise den Eindruck, als hätte die Band im Studio viel neues Spielzeug entdeckt und wollte dieses dann auch "auf Teufel komm raus" in ihre Songs einbauen. Leider verzetteln sie sich dabei oftmals und das bricht einigen Songs das Genick. Außerdem weiß ich bis heute nicht, was eine poppige Ballade wie "Lullaby" auf einer Fiddlers CD zu suchen hat. Da haben die Jungs früher wesentlich bessere Stücke angeliefert.

Das soll es aber gewesen sein mit der Kritik, denn auf der anderen Seite enthält "Nu Folk" (Ehrensache) einige Ohrwürmer, die die Platte dann doch noch im grünen Bereich über die Ziellinie laufen lassen.

Eine von diesen Ohrwümern ist "Tarry Trousers", welcher gleich zeigt, dass die Fiddlers auch Geld für eine gute Produktion ausgegeben haben müssen. Die Gitarren rocken wesentlich mehr als in der Vergangenheit und nehmen dennoch den anderen Instrumenten nicht die Luft und den Freiraum, der ihnen seit jeher im Fiddlers-Sound zusteht. Ein perfekter Anheizer für jedes tanzwillige Publikum...was natürlich erst recht für "Shut Up And Dance" gilt, denn hier ist der Name Programm. Im ruhigen Mittelteil darf dann sogar Geiger Tobi ans Mikro, wo er aber keinesfalls mit den wieder mal starken Leistungen von Peter Pathos und Albi konkurrieren kann. Dafür kann er sein Können bei diversen Instrumentalpassagen zeigen, wo als Beispiel hier mal der "Goldwatch Blues" herhalten soll, der danach schreit, live gezockt zu werden.

"Johnson Boys/Cotton Eye Joe" dürfte live auch gut rüberkommen, aus der Konserve kann der Song in keinster Weise mitreißen. Das ist auch das Problem bei vielen Songs der CD, denn mehr als einmal kommt es so rüber, als würden Fiddler's Green sich selbst zitieren.

"Wild Life" oder "I'll Be There" können sich nicht Gehör festsetzen und über die Ballade "Lullaby" habe ich mich ja schon ausgelassen ("Fragile" ist allerdings auch nicht viel besser). Dass es aber eben doch besser geht, beweist "1000 Million Pieces", weil es sich nicht wie ein Song dieser unsäglichen Radio-Rock Bands anhört, sondern schlicht und ergreifend wie Fiddler's Green. Ob man diesen fürchterlichen 70er Song "Popcorn" covern musste, darf wohl zumindest angezweifelt werden. Ich persönlich finde es eine ganz witzige Idee, solange die Band sich jetzt nicht auch am "Ententanz" versucht.

Der Namensgeber für die DVD "Celebrate" lädt dann auch zum Feiern ein und macht einfach Spaß. Ich finde es aber immer wieder seltsam "Jump! Jump! Jump!" Rufe auf Studioalben zu hören, denn mit wem reden die Jungs denn da ?! Das ändert natürlich nichts an der Songqualität, ich wollte lediglich mal meinen Gedankengang ausdrücken.

Ihr seht also: "Nu Folk" ist eine Platte mit Licht und Schatten. Zwischen den guten Songs finden sich immer wieder Kandidaten für die Skip-Taste, und dadurch wirkt die Platte zerrissen. Schade eigentlich, doch nach einem so starken Vorgänger scheinen der Band ein wenig die Ideen ausgegangen zu sein.

Das klingt natürlich alles schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, denn Spaß machen Fiddler's Green Alben eigentlich immer. Und als Fan muss man sowieso jede CD besitzen, um auf Konzerten nicht plötzlich unwissend zwischen all den anderen abfeiernden Menschen zu stehen.

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