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Fetus Stench: Stillbirth

Super Drummer, dem Rest mangelt es an Abwechslung
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:38
Release: 15.06.2012
Label: Abyss Records

Morgens, halb neun in Deutschland: Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel, die Vögel zwitschern – aber nicht mehr lange. Sobald die neue Fetus Stench-Scheibe durch die Nachbarschaft dröhnt, zerren Mütter ihre Kinder ins Haus, die Erde tut sich schwefelspuckend auf und die kleinen Piepmätze fallen mit einem letzten Wimmern von den Bäumen. Nein, Fetus Stench sind beileibe nicht die Wunschschwiegersöhne der modernen Hausfrau, aber dafür kennen sie sich mit Gore, Horror und Death Metal wunderbar aus.

Mit „Stillbirth“ steht das erste Full-Length-Album der schwedischen Truppe in den Läden – bereits 2011 kam ein Vier-Song-Demo heraus, dessen Songs sich aber auch samt und sonders auf dem Debütalbum wiederfinden. Wer das Demo-Release damals verpasst hat, muss sich also nicht ärgern.

Insgesamt zocken die Schweden eine recht trockene und raue Death-Metal-Variante ohne viele Schnörkel, melodische Einflüsse oder auch nur Gesangsvarianten. Zwischen typischem Death-Metal-Geschrei und tiefen Growls wird gependelt, damit hat es sich dann aber auch, wobei man aber sagen muss, dass der hier am Mikro stehende Gitarrist Björte, der erst seit einem Jahr dabei ist, seinen Job sehr gut macht. Da hätten die Schweden durchaus eine schlechtere Wahl treffen können. Andererseits hat man ja aber eh das Gefühl, als würden alle schwedischen Musiker so ziemlich jedes Instrument aus dem Effeff beherrschen, inklusive Gesang.

Das Quartett holzt sich also durch knappe 40 Minuten Todesmetall, angefangen beim rasanten Opener „Meat Grinder Flesh Obliteration“, bei dem nicht nur die Drums schwindelerregende Geschwindigkeiten erreichen, sondern sich der Fronter auch noch richtig schön auskotzen kann – nicht immer ganz taktgleich zum Rest der Band, wie man meinen möchte. Dass ausländische Bands ein Faible für deutsche Titel haben, beweist dann einmal mehr „Brennkommando“ mit seinem brachialen Schlagzeugspiel; Drummer Emil Wiksten muss hier wirklich mal deutlich hervorgehoben werden – der Mann drischt auf seine Felle ein, als ob es kein Morgen und keinen Muskelkater gäbe und pusht die Songs damit ordentlich. Hier wird auf überlange Instrumentals gebaut, die aber keineswegs Langeweile aufkommen lassen, bevor Björte sich in bester „Hier komm ich, verpisst euch alle“-Manier einschaltet.

Richtig schnell kommt dann das knapp zweieinhalbminütige und damit kürzeste Stück „Necrosis“ daher. Vor lauter Doublebass weiß man gar nicht mehr, wo einem eigentlich der Kopf steht und zwischendurch wird natürlich nur sehr bedingt auf die Bremse getreten. Fast ein bisschen im Grindcore-Stil dröhnt der Song daher, interessanterweise versteht man den Text aber immerhin trotzdem zum Teil. Dass der Sound allmählich etwas gleichförmig wird, merkt man daran, dass man im ersten Moment zwischen „Necrosis“ und dem folgenden „Bashed, Defaced And Disfigured“ gar keinen richtigen Unterschied erkennen kann. Im Verlauf wird der Track zwar wesentlich langsamer als sein Vorgänger und stellt sich durch Gitarrensoli und leichten Groove positiv heraus, aber ein bisschen mehr Abwechslung hätte „Stillbirth“ generell nicht geschadet.

Dennoch muss man sagen, dass Fetus Stench getreu ihrem Namen ein ordentliches Tempo vorlegen und sich nicht schlecht machen. Die Vocals hätten eine Spur mehr Variation vertragen können, dafür muss man aber das Schlagwerk deutlich positiv hervorheben. Insgesamt kommen die Schweden zumindest auf nicht ganz schlechte sechs Zähler im allgemeinen Prügel-Ranking.

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