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Festung Nebelburg: Gabreta Hyle

Kompositorische Sackgasse
Wertung: 6.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 50:16
Release: 01.07.2007
Label: Blood Fire Death Productions

n der Festung Nebelburg treibt der ambitionierte Musiker Nattulv seit geraumer Zeit sein Unwesen und veröffentlicht unter diesem Banner nun auch das Debütalbum seines Ein-Mann-Projekts. Auf „Gabreta Hyle“ vertont der Protagonist seine Leidenschaft für die heimischen Kulturen im Gewand eines Pagan-Metal-Werkes und zeigt sich dabei vor allem im ersten Drittel hingabevoll und ambitioniert. Die Platte beginnt mit dem hymnischen Titelsong exzellent und gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf die epischen Momente, die da noch folgen sollen – aber leider nur noch selten folgen.

Leider nämlich ist die kompositorische Sackgasse bereits nach wenigen Minuten kaum mehr zu durchbrechen; Nattulv versucht mit einer reichhaltigen Auswahl typischer Genre-Elemente einen vielschichtigen Sound zu kreieren und lehnt sich diesbezüglich streckenweise auch recht weit aus dem Fenster. Die hymnischen Parts bleiben indes immer häufiger zurück und werden gegen eher behäbige, weitestgehend durchschnittliche Clean-Parts mit Folk-Charakter ausgewechselt, wodurch die latente Aggression des Eröffnungsstücks auch recht bald hinfällig wird. Lediglich in Nummern wie „Die wilde Jagd im Waldmann“ oder „Als die Pest ins Waldland kam“ geloben hier Besserung, wobei Ersteres nach dem Beginn eines unpässlichen Singalongs schnell indiskutabel wird, wohingegen die Geschichte um die Pest im Gesamtkontext schon beinahe aufgesetzt aggressiv klingt.

Inzwischen nehmen die klassischen Pagan-Versatzstücke laufend zu und lassen zumindest in Kompositionen wie „Herbstnebel“ und „When Autumn Turns Into Winter“ noch einen letzten Hoffnungsschimmer zu, immerhin punktet Nattulv hier mit elegischen Arrangements und überzeugenden Melodien. Doch insgesamt betrachtet ist dies im weitesten Sinne nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil es der Musik der Festung Nebelburg sicherlich noch an Reife und Geschick mangelt. Andererseits zeigt der Mann hinter diesem Projekt zumindest in vielen Ansätzen, dass er die Materie versteht und gewissermaßen auch beherrscht. Sollte er diese Eindrücke künftig auch aufs Songwriting übertragen können, wäre es angebracht, die Karriere der Ein-Mann-Kapelle im Auge zu behalten. Bis dato hat Nattulv mit „Gabreta Hyle“ jedoch nicht mehr als besseren Durchschnitt dargeboten.

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