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Fejd: Eifur

Traditioneller schwedischer Folk: authentisch und unaufdringlich
Wertung: 9/10
Genre: Nordic Folk
Spielzeit: 50:35
Release: 29.10.2010
Label: Napalm Records

Obwohl Fejd bereits letztes Jahr ein Album mit dem Titel „Storm“ herausgebracht haben, nennen sie das hier besprochene Album „Eifur“ ihr „echtes“ Debütalbum. Ob nun erstes oder zweites, feststeht, dass Fejd ein aktuelles Album haben und dies nicht nur den Schweden vorbehalten bleibt. Fejd ist eine Band um die Rimmerfors-Brüder, die sich besonders auf mittelalterliche Instrumente und Lieder konzentrieren. Dazu kommen drei weitere Mitglieder, die allesamt aus dem Power-Metal-Bereich dazu gestoßen sind. Wer hier eins und eins zusammenzählt, wird schnell darauf kommen, dass Fejd den Folk Metal bedienen – und genauso schnell falsch liegen. Die Schweden zelebrieren wie auch schon auf ihren vorherigen CDs sehr traditionelle Folklore. Bei diesem werden die modernen Instrumente (E-Gitarre, E-Bass, Drums) allesamt von den ehemaligen Power-Metallern übernommen. Diese Instrumente treten aber kaum in Erscheinung und dienen nur als dezente Untermalung. Das Herzstück der Band bilden die beiden Rimmerfors-Brüder, welche Instrumente wie Bouzouki, Nyckelharpa oder eine schwedische Sackpfeife anstimmen und zeitgleich traditionelle Gesänge zum Besten geben.

Wem die Vorgänger-CDs von Fejd bekannt sind, dem dürften ein paar Lieder auf „Eifur" bekannt vorkommen. Insgesamt vier Stücke wurden den zwei Demos „I En Tid Soom Var“ (2002) und „Huldran“ (2004) entliehen und in die Tracklist von „Eifur“ mit eingegliedert. Da es sich dabei aber um Lieder handelt, die bereits bei den Demos positiv hervorstachen wie beispielsweise „Aring“ , stört man sich nicht weiter daran, sondern freut sich eher über „alte Bekannte“.

Das Album „Eifur“ bietet durchweg eingängigen Folk, der sich durch seine authentische Emotionalität auszeichnet. Das soll aber nicht heißen, dass auf diesem Album nur Balladen gespielt werden. Die Stimmung auf „Eifur“ ist eher sehr wechselhaft und abwechslungsreich. Es findet sich ruhige Melancholie (z.B. in „Vårstäv“), wie auch lockere Feierstimmung (z.B.in “Jungfru I Hindhamn“) im Repertoire der Schweden. Eins ist allen Liedern jedoch gemein und das ist ihre friedliebende Art. Besonders „Vårstäv“ ist ein sehr interessantes Stück der Schweden, da hier nur ein ganz dezenter Einsatz von Instrumenten zum Vorschein kommt und die andächtige Stimmung fast ausschließlich über die Vocals vermittelt wird.

Die Brüder Patrick und Niklas setzen wie auch schon auf bei den Vorgänger-CDs von Fejd auf einen traditionellen Gesangstil, welcher der Musik neben den mittelalterlichen Instrumenten eine sehr ursprüngliche Note gibt. Die Lyrics sind dabei durchgehend auf schwedisch. Ihre Stimmen haben eine urtümlich raue Färbung. Gleichzeitig singen die Brüder aber sehr unaufdringlich bis hin zu einer gewissen Zartheit. Diese Kombination kreiert ganz automatisch ein Bild von einem Wetter gegerbten, aber dennoch liebenden schwedischen Urcharakter und passt wunderbar zur ursprünglichen Stimmung der Musik von Fejd.

„Eifur“ ist ein gelungenes Album, welches schwedische Folklore mal von einer wirklich authentischen Seite zeigt. Die verschiedenen Stimmungen auf dem Album sorgen für reichlich Abwechslung. Die Feinfühligkeit der Musik ist dabei in jedem Stück deutlich zu spüren. Fejd besinnen sich bei „Eifur“ wie auch schon bei ihren Vorgängern auf kulturelle Tradition und Authentizität und kreieren damit ein Album, was alte Welten wieder aufleben lässt – ganz ohne jeglichen Tamtam.

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