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Feed Her To The Sharks: The Beauty Of Falling

Atemberaubend.
Wertung: 10/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 38:05
Release: 01.03.2010
Label: Eigenproduktion

Wieder einmal hat eine Underground-Band aus Australien eine hervorragende Demo-CD hervorgebracht: Dieses Mal ist es das Album „The Beauty Of Falling“ der aus Melbourne stammenden Band Feed Her To The Sharks.

Es ist ein Rätsel, wieso diese CD in Eigenregie erschienen ist, denn die hier präsentierte Musik ist von der ersten bis zur letzten Sekunde nur vom feinsten: Grundsätzlich der australischen Schule entsprechender, energetischer Metalcore in Kombination mit den besten Elementen sämtlicher Metalcore-Unterarten und –Eigenschaften. Mit Marsch-Rhythmen als Intro des Openers „Extinction / Resurrection“ wird die CD eröffnet und sofort hört man, dass diese Band ordentlich was auf dem Kasten hat, die einsetzenden Gitarren knallen ohne Ende los, das Drumming ist variabel und treibend wie es nur selten eine Band schafft und die Vocals bestechen mit einer faszinierenden Tiefe und einem immensen Volumen – sowohl die Shouts als auch die fesselnde, klar gesungene Hookline, bei der ein ganz klein wenig mit Autotune nachgeholfen wurde, was allerdings dermaßen im Rahmen bleibt, dass es nicht etwa kitschig klingt, sondern eine herrliche Ergänzung darstellt.

Doch nicht nur wuchtige Rhythmus-Riffs in allerfeinster Breakdown-Manier befinden sich im Repertoire der Australier, sondern auch energetische, melodischere Riffs der Marke August Burns Red versteht diese Band einzigartig in ihre Songs einzubauen – so kommt der Song „Dead By Dawn“ gänzlich ohne klare Vocals aus, macht aber genauso viel Spaß wie alle anderen. Eine Mischung dieser mitreißenden Elemente findet sich sogleich im nächsten Song namens „Fear Of Failure“, der mit großartigen Solo-Passagen der Gitarristen aufwartet, aber auch eine geniale Hookline vorrätig hat, die einen exzellenten Kontrast zu den schiebenden Shouts darstellt. Mit dem kurzen, aber sehr epischen Instrumental „With The Change Of Seasons“ erhält der gebannte Hörer die Chance einmal kurz durchzuatmen, bevor er sich bei den Riffs des Tracks „Misery“ schon wieder in den nächstbesten Moshpit stürzen möchte und bei den immens intensiven Breakdowns seine Nackenmuskeln bis an die Schmerzgrenze auslastet.

„Digital Breakdown“ heißt das zweite Instrumental, welches gekonnt demonstriert, wie man Breakdown-Riffs mit einer ergreifenden Piano-Melodie begleiten kann – zu schade, dass dieses Instrumental in keinen vollen Song eingebaut wurde. Den Reichtum an Kreativität und abwechslungsreichem Songwriting zeigt die Band mit dem Track „My Bleeding Heart Swims In A Sea Of Darkness“, bei welchem sich schon in den Versen klar gesungene Passagen mit den brutalen Screams die Klinke in die Hand geben. Der erste Refrain weist dann nur geschrienen Gesang auf, der jedoch angesichts der beeindruckenden Gitarren, die sowohl energetische Breakdowns als auch mitreißende Melodien darbieten, in den Hintergrund gerät – dafür findet sich im Finale dann noch eine absolut perfekte Hookline, die gleichzeitig zum Träumen einlädt, aber auch vor der Bühne beim wilden Ausdruckstanz genossen werden kann. Kurz vor Schluss findet sich mit „Tragedy, Tears And Sorrow“ das letzte instrumentale Intermezzo, welches hauptsächlich auf Atmosphäre und balladeske Pianomelodien aufbaut, in dessen Anschluss dann leider schon der letzte Song, das Titelstück „The Beauty Of Falling“, folgt und noch einmal all das in sich vereint, was diese Band ausmacht – mitreißende, brutale Passagen mit wuchtigen Rhythmen, einzigartige Melodien, derbe Breakdowns, einige wenige, aber umso wirkungsvollere atmosphärische Piano-Klänge, sowie eine brillante Hookline.

Diese CD hat einfach alles – man spürt die Energie der Songs in jeder Sekunde, die Melodien sind vortrefflich, man empfindet die verschiedensten Emotionen von Wut, Hass und Trauer bis hin zu Freude während des Genusses dieser CD, die Instrumente werden mustergültig beherrscht, das Songwriting ist vortrefflich, die Produktion ist ausgezeichnet und der Preis – der Preis ist mehr als angemessen. Bei iTunes kann man dieses Album für schlappe neun Euro erwerben. Wer da nicht zugreift ist selbst schuld, diese CD ist jeden Cent und jede gehörte Sekunde wert. Von dieser Band wird man unter Garantie noch einiges hören!

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